Dornier Do328 von Air Alps: Nicht mehr nach Rom.

Ärger für Air Alps

Südtirol wirft der österreichischen Fluglinie Vertragsbruch vor. Deshalb darf sie nun nicht mehr von Bozen nach Rom fliegen. Das ist für Air Alps unangenehm.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Eines ist klar. Die Situation ist ziemlich verfahren. Am Dienstag gab Air Alps bekannt, die Frequenz zwischen Bozen und Rom per 1. Dezember von vier täglichen Flügen auf zwei zu reduzieren. Die Fluggesellschaft habe damit die «Vertragsbedingungen einseitig gebrochen», erklärte Ulrich Stofner, Sprecher der Südtiroler Provinzregierung dann am Mittwoch gegenüber dem Nachrichtenportal Süditrol Online. Und deshalb habe die Aufsichtsbehörde Ente Nazionale per l'Aviazione Civile Enac der österreichischen Airline die Bewilligung für den Inlandsflug in Italien per Ende November entzogen. Diese wäre dann sowieso ausgelaufen. Man habe sie aber vor kurzem um sechs Monate verlängert, so der Regierungsvertreter. «Zu den gleichen Konditionen wie bisher.»

Die Südtiroler Regierung will nun umgehend Marktstudien anstellen, um einen Ersatz für das Angebot von Air Alps zu finden. Interessenten gebe es, unter anderem die schweizerische Darwin Airline, so Stofner zu Südtirol Online. Aber Air Alps könne immer noch einlenken. Falls das nicht geschehe, gebe es ab dem 1. Dezember vorübergehend keine Flugverbindung mehr in die italienische Hauptstadt.

Verlängerung abgelehnt

Bei Air Alps sieht man das freilich ganz anders. Eine Vertragsverlängerung sei zwar von der Provinzregierung in Aussicht gestellt worden, sagte Geschäftsführer Oliver Ladurner dem Portal. «Einen Vertrag hat man uns aber nie vorgelegt.» Air Alps habe angeboten, ohne Beihilfen zu fliegen, aber dann wolle man dies auch ohne jegliche Beschränkungen tun. Vergeblich. Ladurner äußert nun den Verdacht, dass die Italiener Air Alps absichtlich aus dem Markt drängen und unbedingt einen neuen Interessenten finden wollten. Gegenüber der Nachrichtenagentur APA ergänzte er: «Eine Vertragsverlängerung nach den vom Land vorgeschlagenen Bedingungen lehnten wir ab».

Air Alps stellte Anfang 2012 vorübergehend den Flugbetrieb ein. Damals stand die Insolvenz im Raum. Die 1998 gegründete Airline bedient heute mit ihren drei Dornier Do328 nur noch eine eigene Strecke - die umstrittene von Bozen nach Rom. Im Auftrag von Austrian Airlines fliegt sie daneben noch die Strecke Linz - Wien.

Nachtrag vom 1. Dezember:

Am 1. Dezember blieben die Flieger von Air Alps am Boden. Die Strecke sei nicht freigegeben, so die Airline.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick aus dem Airbus A340-600 von Lufthansa: Jetzt ein Bild der Vergangenheit.
Nach 23 Jahren hat Lufthansa ihren letzten regulären Flug mit einem Airbus A340-600 absolviert. Am Steuer saß Lufthansa-Airlines-Vorstand Francesco Sciortino. Es war ein emotionaler Abschied von einem Flugzeug, das für viele etwas Besonderes war - aber einfach nicht mehr mit den moderneren Modellen mithalten kann.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin