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Air Algérie sucht den Anschluss

Die kriselnde Fluglinie verspürt Aufwind. Ein neuer Vierjahresplan soll sie modernisieren und in eine Allianz bringen.

Bild: Julian Gajewski

B767 von Air Algérie: Der Vierjahresplan sieht vor, auch die bestehenden Flieger zu modernisieren.

Endlich konnte Air-Algérie-Chef Mohamed Salah Boultif erfreuliches verkünden. Die ersten Zahlen des Jahres 2012 seien «ermutigend» – eine Erleichterung, nachdem er im vergangenen Jahr zähneknirschend hatte zugeben müssen, wie schlecht es um die Fluggesellschaft steht. Sowohl die Finanzlage wie das Image waren desolat. Inzwischen sind aber sowohl Umsatz als auch Auslastung gestiegen. Und die Airline hat Perspektiven: Mit einem neuen Vierjahresplan will Air Algérie bis 2016 aus dem Tal herauskommen – Mit dem Ziel, die Auslastung im Sommer auf 75 Prozent und im Winter auf 62 Prozent zu steigern.

Gleichzeitig sucht die algerische Fluggesellschaft Anschluss an eines der großen Bündnisse wie Sky Team, One World oder die Star Alliance. Auch in die Flotte wird investiert, um für potentielle Partner attraktiver zu werden: bis 2016 will Air Algérie umgerechnet rund 450 Million Euro in den Flotten Aus- und Umbau stecken. Drei Passagierflugzeuge mit je 150 Plätzen und zwei Frachtmaschinen sollen gekauft werden. Geplant ist zudem, die drei bereits in der Flotte vorhandenen Boeing 767 zu modernisieren.

Passagiere und Personal unzufrieden

Der Chef von Air Algérie verspricht in seinem Vierjahresplan außerdem, die Kommunikation mit den Passagieren und dem Personal zu verbessern. Dies ist dringend nötig. Die Fluglinie besitzt bei den Passagieren einen zweifelhaften Ruf: zu teure Tickets, schlechter Service und viele Verspätungen sorgen für Ärger. Auch das Personal ist unzufrieden. Eine Einigung über die Löhne werde vom Management verzögert, beklagt sich die Gewerkschaft. Zudem ärgert sich der Gewerkschaftssprecher Yacine Hamitouche gegenüber Le Temps d’Algérie über die Praxis der Airline-Führung, ausländische Crews anzuheuern: «Diese sprechen weder arabisch noch französisch. Nicht nur für die Passagiere ist es schwierig, mit ihnen zu kommunizieren, sondern auch für uns Kollegen.»



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