A321 von British Airways: Hatte Probleme mit den Pitot-Sonden.

Sicherheitskrise bei British Airways

Die britische Fluglinie steht in der Kritik. Fehler wie die, die zum Crash des Air France Fluges AF447 führten, traten gleich auf drei Flügen auf.

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Auch wenn die Ermittlungen offiziell abgeschlossen sind – Air-France-Flug AF447 beschäftigt die Luftfahrtbranche immer noch. Hersteller und Airlines arbeiteten hart daran, dass vergleichbare Zwischenfälle nicht mehr vorkommen. Doch offenbar gibt es noch viel zu tun, wie ein Bericht der britischen Zeitung Daily Express zeigt. Sie bekam einen Bericht der Behörden in die Hände, der drei verschiedene Zwischenfälle mit Jets von British Airways thematisiert – alle hatten vergleichbare Probleme wie Flug AF447.

Nachdem ein Geschwindigkeitsmesser, die so genannte Pitot-Sonde, des Airbus A330 auf dem fatalen Air-France-Flug von Rio nach Paris im Juni 2009 vereist war, spielten im Cockpit die Instrumente verrückt. Die Kopiloten waren offenbar nicht in der Lage, den Flieger manuell zu steuern, hieß es im Untersuchungsbericht. Als der Kapitän nach seiner Ruhepause ins Cockpit kam, war es zu spät, der Flieger konnte nicht mehr gerettet werden. Alle Insassen starben beim Absturz.

Nicht alle Sonden ausgetauscht

Wie der Daily Express nun berichtet, wurden in den Airbus-Langstreckenjets die Pitot-Sonden mit neueren, amerikanischen Geräten ausgetauscht, die nicht mehr so anfällig für derartige Probleme sind. Doch bei den Kurz- und Mittelstreckenfliegern nahm man es offenbar nicht so genau. Wie es in einem Untersuchungsbericht heißt, waren Pitot-Sonden wie die von AF447 der Grund für drei Zwischenfälle von British-Airways-Jets in diesem Jahr.

Die erste ereignete sich am 20. April. Der Airbus A321 mit 183 Passagieren war auf dem Weg von Stockholm nach London Heathrow. Beim Landeanflug geriet der Flieger in ein Gewitter. Wie bei AF447 vereisten die Sonden, die Instrumente spielten verrückt. Die Piloten entschieden sich für eine Umkehr. Ohne eine funktionierende Geschwindigkeitsangabe landeten sie schließlich sicher in London Stansted. Derselbe Flieger war am 16. Juni auf dem Weg von Edinburgh nach Heathrow. Beim Steigflug durch die Wolken geschah dasselbe, der Autopilot schaltete sich aus. Auch dieser Flieger musste in Stansted notlanden.

Richter erhält Bericht

Auch der dritte Zwischenfall geschah mit einem Airbus A321 von British Airways. Auf 26'800 Fuß kam der Flieger in Turbulenzen. Auch hier kam es dazu, dass die Instrumente nicht das machten was sie sollten. Doch offenbar erholte die Technik sich nach einigen Minuten wieder und der Flug konnte normal fortgesetzt werden.

Vertreter der Opfer-Familien von AF447 fordern nun den Austausch aller Pitot-Sonden bei Airbus-Maschinen. Die britischen Behörden schicken die Erkenntnisse laut einem Bericht der Zeitung Yorkshire Post nun an den französischen Richter, der immer noch entscheiden muss, ob auch Fehler von Airbus zum tödlichen Crash im Juni 2009 führte, bei dem alle 228 Insassen des Fliegers ihr Leben verloren.

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