Boeing B737-800 von Aerosvit: Soll weiterfliegen.

Aerosvit in Problemen

Ein Gericht leitete ein Insolvenzverfahren gegen die ukrainische Fluglinie ein. Die will trotzdem weitermachen. Doch ihre Zeit wird knapp.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Ab Freitag um 12.50 Uhr war Schluss. Der internationale Flughafen Boryspil in Kiew fertigte keine Flüge von Aerosvit mehr ab. Die Fluggesellschaft habe nötige Vorauszahlungen nicht geleistet und komme ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nach, erklärte die Betreibergesellschaft in einer Medienmitteilung. Es begann in der Folge eine hektische Phase von Verhandlungen. Einige Flüge wurden abgesagt, andere bis auf weiteres verschoben. Am späten Nachmittag meldeten dann Aersovit und der Flughafen der ukrainischen Hauptstadt gemeinsam, man habe eine Einigung im Streit erzielen können. Die Flüge der Airline würden ab sofort wieder durchgeführt.

Dabei hatte Aerosvit kurz zuvor noch versucht, auf Normalität zu machen. Das Amtsgericht Kiew habe zwar am 29. Dezember ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Doch man fliege weiter. Das Unternehmen sei nicht pleite, meldete das Management am Freitag (4. Januar). Vielmehr gehe es darum, sich in Ruhe reorganisieren zu können. So wolle man die Effizienz verbessern und die Gewinne erhöhen, so Aersovit. Die Fluglinie häufte in den letzten Jahren Schulden von 4,27 Milliarden Hrywnja (rund 410 Millionen Euro/490 Millionen Franken) an. Dem stehen Vermögenswerte von bloß 1,47 Milliarden gegenüber.

Neues Ultimatum

Doch so simpel wie es Aersovit darstellt, ist es dann doch nicht. Der Flughafen Kiew nahm die Abfertigung zwar am Freitag wieder auf. Er setzte der Fluggesellschaft ein Ultimatum. Doch gesichert sind sie nur für fünf Tage. Wenn bis zum Mittwoch 9. Januar um 12 Uhr keine Bürgschaft hinterlegt werde und Zahlungsausstände nicht beglichen würden, dann stelle man die Dienste für Aerosvit wieder ein.

Aerosvit wurde 1994 gegründet und ist heute die größte Fluggesellschaft der Ukraine. Sie betreibt eine Flotte von 28 Flugzeuge von Airbus und Boeing. Sie fliegt 49 Ziele in 27 Ländern an.

Ergänzung vom 9. Januar:

Der Flughafen Kiew wird Aerosvit weiter bedienen, aber die Situation täglich beobachten. Die Airline muss ihre Gebühren im Voraus bezahlen. Flughäfen ausserhalb der Ukraine stellten ihre Dienste für Aerosvit aber ein, darunter Warschau und Tel Aviv.

Mehr zum Thema

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Video

Airbus A350 F bei den Bodenschwingungstests: Der Flieger wird kräftig durchgeschüttelt.
Vor dem Einsatz muss ein neues Flugzeug zahlreiche Erprobungen bestehen. Airbus hat nun die Bodenvibrationstests des A350 F abgeschlossen. Sie liefern wichtige Erkenntnisse über das Schwingungsverhalten des Frachters und bilden die Grundlage für die Flugerprobung.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack