Boeing B737-800 von Aerosvit: Soll weiterfliegen.

Aerosvit in Problemen

Ein Gericht leitete ein Insolvenzverfahren gegen die ukrainische Fluglinie ein. Die will trotzdem weitermachen. Doch ihre Zeit wird knapp.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Ab Freitag um 12.50 Uhr war Schluss. Der internationale Flughafen Boryspil in Kiew fertigte keine Flüge von Aerosvit mehr ab. Die Fluggesellschaft habe nötige Vorauszahlungen nicht geleistet und komme ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nach, erklärte die Betreibergesellschaft in einer Medienmitteilung. Es begann in der Folge eine hektische Phase von Verhandlungen. Einige Flüge wurden abgesagt, andere bis auf weiteres verschoben. Am späten Nachmittag meldeten dann Aersovit und der Flughafen der ukrainischen Hauptstadt gemeinsam, man habe eine Einigung im Streit erzielen können. Die Flüge der Airline würden ab sofort wieder durchgeführt.

Dabei hatte Aerosvit kurz zuvor noch versucht, auf Normalität zu machen. Das Amtsgericht Kiew habe zwar am 29. Dezember ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Doch man fliege weiter. Das Unternehmen sei nicht pleite, meldete das Management am Freitag (4. Januar). Vielmehr gehe es darum, sich in Ruhe reorganisieren zu können. So wolle man die Effizienz verbessern und die Gewinne erhöhen, so Aersovit. Die Fluglinie häufte in den letzten Jahren Schulden von 4,27 Milliarden Hrywnja (rund 410 Millionen Euro/490 Millionen Franken) an. Dem stehen Vermögenswerte von bloß 1,47 Milliarden gegenüber.

Neues Ultimatum

Doch so simpel wie es Aersovit darstellt, ist es dann doch nicht. Der Flughafen Kiew nahm die Abfertigung zwar am Freitag wieder auf. Er setzte der Fluggesellschaft ein Ultimatum. Doch gesichert sind sie nur für fünf Tage. Wenn bis zum Mittwoch 9. Januar um 12 Uhr keine Bürgschaft hinterlegt werde und Zahlungsausstände nicht beglichen würden, dann stelle man die Dienste für Aerosvit wieder ein.

Aerosvit wurde 1994 gegründet und ist heute die größte Fluggesellschaft der Ukraine. Sie betreibt eine Flotte von 28 Flugzeuge von Airbus und Boeing. Sie fliegt 49 Ziele in 27 Ländern an.

Ergänzung vom 9. Januar:

Der Flughafen Kiew wird Aerosvit weiter bedienen, aber die Situation täglich beobachten. Die Airline muss ihre Gebühren im Voraus bezahlen. Flughäfen ausserhalb der Ukraine stellten ihre Dienste für Aerosvit aber ein, darunter Warschau und Tel Aviv.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin