Boeing B737-800 von Aerosvit: Soll weiterfliegen.

Aerosvit in Problemen

Ein Gericht leitete ein Insolvenzverfahren gegen die ukrainische Fluglinie ein. Die will trotzdem weitermachen. Doch ihre Zeit wird knapp.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Ab Freitag um 12.50 Uhr war Schluss. Der internationale Flughafen Boryspil in Kiew fertigte keine Flüge von Aerosvit mehr ab. Die Fluggesellschaft habe nötige Vorauszahlungen nicht geleistet und komme ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nach, erklärte die Betreibergesellschaft in einer Medienmitteilung. Es begann in der Folge eine hektische Phase von Verhandlungen. Einige Flüge wurden abgesagt, andere bis auf weiteres verschoben. Am späten Nachmittag meldeten dann Aersovit und der Flughafen der ukrainischen Hauptstadt gemeinsam, man habe eine Einigung im Streit erzielen können. Die Flüge der Airline würden ab sofort wieder durchgeführt.

Dabei hatte Aerosvit kurz zuvor noch versucht, auf Normalität zu machen. Das Amtsgericht Kiew habe zwar am 29. Dezember ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Doch man fliege weiter. Das Unternehmen sei nicht pleite, meldete das Management am Freitag (4. Januar). Vielmehr gehe es darum, sich in Ruhe reorganisieren zu können. So wolle man die Effizienz verbessern und die Gewinne erhöhen, so Aersovit. Die Fluglinie häufte in den letzten Jahren Schulden von 4,27 Milliarden Hrywnja (rund 410 Millionen Euro/490 Millionen Franken) an. Dem stehen Vermögenswerte von bloß 1,47 Milliarden gegenüber.

Neues Ultimatum

Doch so simpel wie es Aersovit darstellt, ist es dann doch nicht. Der Flughafen Kiew nahm die Abfertigung zwar am Freitag wieder auf. Er setzte der Fluggesellschaft ein Ultimatum. Doch gesichert sind sie nur für fünf Tage. Wenn bis zum Mittwoch 9. Januar um 12 Uhr keine Bürgschaft hinterlegt werde und Zahlungsausstände nicht beglichen würden, dann stelle man die Dienste für Aerosvit wieder ein.

Aerosvit wurde 1994 gegründet und ist heute die größte Fluggesellschaft der Ukraine. Sie betreibt eine Flotte von 28 Flugzeuge von Airbus und Boeing. Sie fliegt 49 Ziele in 27 Ländern an.

Ergänzung vom 9. Januar:

Der Flughafen Kiew wird Aerosvit weiter bedienen, aber die Situation täglich beobachten. Die Airline muss ihre Gebühren im Voraus bezahlen. Flughäfen ausserhalb der Ukraine stellten ihre Dienste für Aerosvit aber ein, darunter Warschau und Tel Aviv.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Herabfallende Deckenverkleidung: Die passagiere waren in Panik.
Kurz nach dem Start in Mashhad geriet eine Boeing 737 von Sepehran Airlines in Schwierigkeiten. Videos zeigen heftige Vibrationen, durch die sich große Teile der Deckenverkleidung lösten und in den Gang fielen. Die Crew erklärte eine Luftnotlage und kehrte zum Flughafen zurück.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Mann auf dem Vorfeld in Paris: Mitarbeitende des Airports konnten ihn stoppen.
Ein Mann ist am Flughafen Paris-Charles de Gaulle offenbar durch die Sicherheitsbarrieren gelangt und bis aufs Vorfeld vorgedrungen. Flughafenmitarbeiter verfolgten ihn mit einem Dienstfahrzeug und konnten ihn stoppen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin