B787 von Aeromexico: Der Jet soll die Flotte deutlich effizienter machen.

Aeromexico: Riesenorder bei Boeing

Die mexikanische Airline orderte 100 Jets beim amerikanischen Flugzeugbauer. Sie hat damit ambitionierte Pläne.

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Es ist die größte Investition in der Luftfahrtgeschichte des Landes. 11 Milliarden Dollar ist die Order wert, die die mexikanische Groupo Aeromexico bei Boeing platzierte. 100 Flieger bestellte die Fluggesellschaft. Allesamt moderne Jets des US-Produzenten. 90 Flieger sind vom Typ 737-8 MAX. Außerdem bestellte Aeromexico zehn Dreamliner. Damit ist sie der erste Anbieter des Landes, der mit dem Boeing-Prestigeflieger abhebt. Bereits im Jahr 2011 hatte neun 787-9 Dreamliner bestellt, die im Sommer nächsten Jahres ausgeliefert werden sollen.

Die Riesen-Order findet im Rahmen der geplanten Flotten-Generalüberholung statt, die die Airline schon länger plant. Sie soll effizienter werden und das Reiseerlebnis für die Passagiere massiv verbessern. «Die neuen Flieger sind ein riesiger Schritt für uns», erklärt Geschäftsführer Andres Conesa in einer Mitteilung des Unternehmens. Man sei auf dem Weg dahin, eine der jüngsten und effizientesten Flotten der Welt zu haben. Außerdem plane man, in der Zukunft die Operationen auf zwei Flugzeugtypen zu reduzieren und auch so eine gesündere Kostenbasis zu schaffen.

Gegenüber der momentanen Aeromexico-Flotte, die - mit der Tochter Aeromexico Connect zusammen - aus 110 Fliegern besteht, würden die 737-MAX-Flieger eine Emissions-Ersparnis von 13 Prozent bedeuten, die Dreamliner sogar eine von 23 Prozent. Außerdem will die Airline mit den neuen Jets ihr Streckennetz erweitern, da etwa der Dreamliner eine deutlich höhere Reichweite bietet, heißt es.

Auch Delta glaubt an Aeromexico

Grund für die ambitionierten Pläne ist das Wachstum von Mexikos Luftfahrt - bei der Airline und auch in der Regierung glaubt man an das Potential des Marktes. Die Order zeige den Glauben der Airline an Mexikos ökonomisches Wachstum, heißt es in der Mitteilung weiter. Und auch Transportminister Dionisio Pérez-Jácome zeigt sich optimistisch: In der ersten Jahreshälfte seien die Sitzplätze pro Flugkilometer um zehn Prozent angestiegen, die Passagierzahlen um neun Prozent. 27 Millionen Reisende seien transportiert worden, so der Politiker laut dem Wall Street Journal. An das Potential glaubt offenbar auch die amerikanische Delta. 65 Millionen Dollar zahlte die Fluggesellschaft aus Atlanta erst im Juni für einen Anteil von 4,17 Prozent an Aeromexico.

Aeromexico ist mit 14 Millionen Passagieren pro Jahr, 450 täglichen Flügen zu 42 inländischen und 30 ausländischen Destinationen die Nummer eins in ihrer Heimat. Beinahe 40 Prozent beträgt der Marktanteil alleine im innermexikanischen Geschäft.

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