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Aerolineas rangiert Jumbos aus

Die argentinische Fluglinie will die Flotte erneuern. Sie kaufte nun als Boeing B747-Ersatz drei alte Airbus A340.

Kadellar/Wikimedia/CC

Jumbo-Jet von Aerolineas: Bald außer Betrieb.

Der nationalen Fluglinie geht es seit längerem nicht mehr gut. Aerolíneas Argentinas verliert Jahr für Jahr Hunderte Millionen. Darum muss die Gesellschaft nun Stellen abbauen und Routen streichen. Und sie sollte gleichzeitig dringend das Durchschnittsalter ihrer Flotte mit neueren Maschinen senken. Umso mehr sorgt der neueste Entscheid des Vorstandes in der Presse Argentiniens für Spott und Kritik. Aerolíneas kauft drei Airbus A340, die teilweise bereits 16 Jahre auf dem Buckel haben. Das Ziel der Erneuerung erreicht sie so zwar. Denn die neuen Jets ersetzten vier Boeing B747-400, welche bereits rund 20-jährig sind. Sie werden Ende Februar an den Leasinggeber zurückgegeben. Doch in Argentinien fragt man sich: Weshalb kauft die Airline Jets, die bereits ziemlich alt sind und zudem nicht mehr produziert werden?

Die erste Maschine, welche die Argentinier neu in ihrer Flotte haben, ist eine A340-313X. Sie gehörte zuvor Singapore Airlines. Die südostasiatische Fluggesellschaft hatte sie im März 1996 direkt am Werk übernommen und 2001 stillgelegt. Danach übernahm sie Cathay Pacific. 2009 wurde der A340 auch in Hongkong außer Verkehr gesetzt. Seither stand der Airbus ungenutzt herum. Am 1. September ging er an Aerolíneas und wird seither repariert. Er soll im Dezember oder Januar in Betrieb gehen, wie die Zeitung Diario Uno meldet. Mit 15,7 Jahren ist dies der älteste Airbus A340, den Aerolíneas übernimmt. Die anderen beiden sind mit 15,6 und 15,4 Jahren auch nur unwesentlich jünger. Auch sie waren seit August 2009 nicht mehr in der Luft.

Sparbemühungen

Umgerechnet 530 Millionen Euro wird Aerolíneas Argentinas dieses Jahr an Verlust schreiben. Daran schuld sind zum größten Teil die internationalen Destinationen. Rund 70 Prozent der Verluste entstehen gemäß dem Management auf Überseestrecken. Sie stehen deshalb auf dem Prüfstand.



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