Boeing 777 von Aeroflot: Die Fluglinie will auf der Langstrecke kräftig Kunden hinzugewinnen.

Bis 2023Aeroflot plant Verdoppelung der Passagierzahlen

Das Management der Gruppe befiehlt der Billigairline den Wachstumsturbo einzulegen. Auch Aeroflot selbst soll kräftig wachsen - dank mehr Transitpassagieren nach Asien.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Es ist ein richtiger Fünfjahresplan. Von 2019 bis 2023 sieht Aeroflot vor, die Passagierzahlen auf 90 bis 100 Millionen zu erhöhen und damit in etwa zu verdoppeln. Zentraler Treiber des starken Wachstums soll die hauseigene Billigairline Pobeda werden, wie der Aufsichtsrat am Donnerstag (1. November) beschloss.

«100 bis 100» nennt die russische Nationalairline das Vorhaben. Denn in fünf Jahren feiert sie ihr hundertjähriges Bestehen. 1923 gründete die Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik die StaatsairlineDobrolyot, aus der 1932 durch eine Fusion aller Airlines der Sowjetrepubliken die nationale Aeroflot entstand.

Pobeda bekommt hoch gesteckte Ziele

Aeroflot sieht sich bei der Umsetzung des Plans schon jetzt auf gutem Weg. Vergangenes Jahr beförderte die ganze Gruppe rund 50 Millionen Reisende. In den ersten neun Monaten 2018 waren es 38 Millionen und damit fast 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Hält das Wachstum an, kommen die Russen bis zum Ende des Jahres auf 64 Millionen.

Vor allem Pobeda soll die Passagierzahlen in den kommenden fünf Jahren kräftig steigern. 2017 erreichte die Billigairline knapp 5 Millionen Reisende. Bis 2023 soll sie auf 25 bis 30 Millionen wachsen. Das sind rund zehn Millionen mehr als noch vor Kurzem geplant. Aber auch Aeroflot selbst hat ein Ziel. Sie soll gemäß den Vorgaben des Aufsichtsrats vor allem bei den Transitpassagieren markant zulegen.

Via Moskau nach Asien

Vor dem Zerfall der Sowjetunion waren Transitflüge via Moskau der letzte Schrei bei reisewilligen Jugendlichen mit kleinem Budget. Jetzt will Aeroflot aber alle Reisenden ansprechen, auch Geschäftsleute. Dabei helfe, dass man auf dem Weg von Europa nach Asien strategisch gut liege, so die Fluggesellschaft. Man könne so kürzere und billigere Flüge anbieten. Die Zahl der Umsteigereisenden soll von heute 5 auf 10 bis 15 Millionen klettern.

Gleichzeitig setzt Aeroflot den Plan um, drei regionale Drehkreuze zu eröffnen. Sie werden in Ekaterinburg, Novosibirsk und Sochi entstehen. Krasnoyarsk soll ein zusätzliches internationales Regionaldrehkreuz werden. Dadurch soll der dortige Verkehr von 7 auf 19 Millionen Reisende steigen. Die anderen Konzernairlines bekommen ganz klare Profile. Rossiya ist die Fluglinie für Flüge von Europa in den russischen Fernen Osten mit leicht tieferen Preisen als die Mutter, Aurora Airline wird dort die Feinverteilung übernehmen. Beide sollen ebenfalls wachsen.

200 russische Flugzeuge

Bekräftigt hat Aeroflot auch den Plan, bis 2026 rund 200 Flugzeuge aus heimischer Produktion zu betreiben. Erst kürzlich hat die Nationalairline Russlands eine Bestellung für 100 weitere Sukhoi Superjets platziert, auch 50 MS-21 beschafft sie sich.

Aeroflot gehört 51,2 Prozent dem Staat und weitere 3,5 Prozent liegen bei der staatlichen Technologieholding Rostec. Die restlichen Aktien halten institutionelle und private Anteilshaber.

Mehr zum Thema

Airbus A320 von Aeroflot: Noch keine Neos geordert.

Aeroflot erwägt Aufbau regionaler Drehkreuze

Superjet von Aeroflot in Skyteam-Bemalung: Die Nationalairline will mehr Exemplare des heimischen Fliegers.

Aeroflot bestellt 100 weitere Superjets

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Video

Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies