Russische JetsAeroflot ergänzt Flotte mit 50 MS-21

Russlands größte Airline erhöht den Anteil russischer Flieger in ihrer Flotte. Die erste Irkut MS-21 soll 2020 eintreffen. Sie wird geleast.

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Im Jahr 2010 legte Aeroflot-Chef Valery Saveliev in einem Brief an den damaligen russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin seine Flottenpläne dar. Darin stellte er auch in Aussicht, 50 Irkut MS-21 anzuschaffen und damit Russlands Flugzeugbau anzukurbeln. Später wurde dann klar, dass die Fluglinie tatsächlich 50 der Mittelstreckenjets will, sie aber nicht selber kaufen, sondern leasen wird.

Nun ist der Deal unterschrieben: Aeroflot least 50 MS-21-300 von der Rostec-Tochter Aviacapital-Service. Der erste Flieger soll im ersten Quartal 2020 bei der Airline eintreffen, der letzte 2026. Jede der Maschinen werde für zwölf Jahre geleast mit der Option, drei Mal um je zwei Jahre zu verlängern, teilte die größte russische Fluglinie am Donnerstag (1. Februar) mit. «Die Leasingzahlungen und die Rücklagen für die Instandhaltung werden sich auf mehr als 5 Milliarden US-Dollar belaufen», so Aeroflot.

Russisches Triebwerk ab Jet 26

Die Flugzeuge werden mit 169 Sitzen bestuhlt sein, 153 davon in der Economy, 16 in der Business Class. Wifi ist für jeden der Jets angekündigt. Die ersten 25 der 50 MS-21-300 sollen Triebwerke haben, die außerhalb Russlands produziert werden. Namen nannte die Airline hier nicht. Ab dem 26. Exemplar kann Aeroflot das russische Triebwerk PD-14 wählen, das sich zurzeit in Tests für die Zertifizierung befindet. Die Fluggesellschaft will ihre neuen Jets sowohl auf nationalen als auch auf internationalen Routen einsetzen.

Die MS-21 wird in den Varianten 200, 300 und 400 gebaut, wobei 200 die kleinste und 400 die größte ist. An der Produktion sind unter anderem auch mehrere Tochterfirmen der Staatsgesellschaft Rostec beteiligt. Rostec selber hält wiederum einen kleinen Anteil an Aeroflot, während der russische Staat direkt mehr als 50 Prozent der Airline besitzt.

Rostec soll bei MS-21 einsteigen

Am Donnerstag berichtetet die russische Nachrichtenagentur Tass außerdem, dass Rostec von 2018 bis 2020 umgerechnet mehr als 500 Millionen Dollar in das Projekt MS-21 stecken soll, als ersten Schritt, um die United Aircraft Corporation zu übernehmen, unter deren Dach Irkut den Flieger produziert. Russland Präsident Putin habe den Plan begrüßt.

Die Flotte von Aeroflot besteht derzeit aus 224 Flugzeugen: 16 Boeing 777, 36 Boeing 737, 22 Airbus A330, 38 Airbus A321, 75 Airbus A320 und 37 Sukhoi Superjet 100.

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