Kambodschanische Briefmarke von 1991: Einst war die Il-96 ein hoch angesehenes Flugzeug.

Aeroflot mottet Sowjet-Airbus ein

Die russische Nationairline zieht ihre letzten Iljuschin Il-96 aus dem Verkehr. Die Flugzeuge aus Sowjetzeiten sind teuer im Betrieb und überaus unbeliebt.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Viel Aufwand, wenig Ertrag. So lässt sich die Ausgangslage zusammenfassen. Vier von zehn Reklamationen, welche Aeroflot über Soziale Netzwerke erhielt, betrafen die unbequeme Kabine der Iljuschin Il-96. Dabei besaß die russische Nationairline nur noch sechs Maschinen des Typs, nur noch drei davon standen auch im Einsatz.

Die Abneigung der Passagiere war allerdings nicht das einzige Problem. Die Maschinen aus der Sowjetzeit sind auch wahre Spritfresser. Und so war ihr Einsatz teuer. Deshalb beschloss das Management von Aeroflot bereits letzten November, auch noch die letzten Il-96 aus dem Verkehr zu ziehen. Letzten Sonntag (30. März) war es nun soweit. Zum letzten Mal hob eine Iljuschin Il-96-300 in den Farben von Aeroflot ab. Der Flug führte von Moskau nach Taschkent.

Il-96 sind schwierig zu verkaufen

Nun sollen die sechs eingemotteten Flugzeuge verkauft werden. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Denn einen Markt für sie gibt es kaum. Einzig die kubanische Staatsairline Cubana könnte wohl Interesse an den Aeroflot-Restposten haben. Sie setzt noch drei Il-96 im Linienbetrieb ein. Maximal 15 Millionen Dollar könne man für eine solche Maschine noch bekommen, meint ein Experte zum russischen Fachportal Aviation Explorer.

Die Iljuschin Il-96 war die sowjetische Antwort auf den Erfolg von Airbus. Der vierstrahlige Jet von 55 Meter Länge und 60 Meter Spannweite mit Platz für rund 260 Passagiere war mit moderner Technik ausgerüstet. 1988 flog er zum ersten Mal. Regulär eingesetzt wurde die Il-96 aber erst 1992, als die UdSSR bereits nicht mehr existierte. In den Wirren der postsowjetischen Zeit hatte sie einen schweren Stand. Nur gerade 29 Stück wurden produziert.

Mehr zum Thema

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Buchungen aus Westeuropa im Minus für den Sommer.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Video

Die Alternativroute für Project Sunrise: Sie führt am Nordpol vorbei.
Wenn die australische Fluggesellschaft ab 2027 nonstop zwischen Sydney und London fliegt, führt ein Teil der Flüge über eine der entlegensten Regionen der Erde. Die nördliche Alternativroute über die Polarregion bringt Qantas mehr Flexibilität und den Passagieren außergewöhnliche Ausblicke.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
INNA und Wizz Air: Das Video zu Wizz Away wurde am Flughafen Bukarest gedreht.
Wizz Air bringt mit dem Popstar Inna einen Song heraus. Wizz Away soll zum Sommerhit werden. Die Kombination Fluggesellschaft und Musik ist nicht neu. Ein Überblick von Fantasiesprache über Kerosin im Blut bis zu Mr. Trololo.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350-1000 ULR von Qantas: Spezieller Flieger für spezielle Route.
Mehr als zehn Jahre nach der Ankündigung steht der Starttermin fest: Ab Oktober 2027 wird die australische Fluglinie nonstop von Sydney nach London fliegen. Die ultralange Strecke knüpft an ein legendäres Kapitel der Geschichte von Qantas an.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin