Montage eines Leitwerks eines Airbus A320: Aeroflot will mehr davon.

Aeroflot wechselt zurück zu Airbus

Lange setzte die russische Airline auf den europäischen Flugzeugbauer. Dann schwenkte sie zu Boeing um. Nun wendet sich das Blatt.

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Nicht weniger als 30 neue Airbus A320 mit einem Katalogpreis von insgesamt 1,7 Milliarden Euro wolle Aeroflot kaufen. Am Donnerstag (24. September) bespreche der Verwaltungsrat die Offerte, eine endgültige Entscheidung zum gewichtigen Flugzeugdeal falle aber erst an einer späteren Sitzung. Dies meldet die russische Wirtschaftszeitung Vedemosti und stützt sich dabei auf gut informierte Kreise. Die Maschinen würden gemäß dem Blatt über die staatliche Holding Rostekhnologii gekauft. Das macht gleich auch klar, was Aeroflot mit den neuen Jets will.

Im November übernahm die russische Airline endgültig fünf lokale Fluglinien aus dem Fundus von Rostekhnologii: Vladivostok Avia, Saravia and Rossiya Airlines, SAT Airlines und Orenair. Sie alle weisen eine überalterte Flotte mit Sowjetmaschinen aus. Vor wenigen Tagen sagte Aeroflot-Chef Witali Saweljew denn auch: «Aeroflot zieht nun die A320 vor und in Zukunft werden diese Flugzeuge die Flotte unserer Töchter teilweise erneuern. Die Flieger werden vor allem auf internationalen Routen eingesetzt, sagte er gemäß Air Transport World. Für Strecken im fernen Osten Russlands werde man eher auf Sukhoi Superjets 100 setzen.

Grosser Airbus-Park

Bei der Großbestellung handelt es sich um die Finalisierung einer Absichtserklärung, welche die russische Fluglinie bereits am 4. April 2010 mit Airbus geschlossen hatte. Dennoch ist der Schritt überraschend. Letztes Jahr bestellte Rostekhnologii 50 Boeing B737 in den USA und kaufte dazu gleich noch 35 Optionen auf weitere Maschinen. Und auch Aeroflot selbst hatte zuvor bei den Amerikanern eingekauft, nachdem sie früher fast exklusiv bei Airbus bestellt hatten. Nun scheint das Pendel zugunsten der Europäer zurückzuschlagen. Aeroflots Flotte besteht zurzeit aus neun Boeing B767, 13 Airbus A330, 18 A321, 43 A320, 15 A319 sowie drei Sukhoi Superjet 100 und sechs Illjuschin Il-96.

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