Blick aus einem Airbus A320 Neo von Aegean: Die Fluglinie will mit Volotea wachsen.

Investition und KooperationAegean Airlines geht bei Volotea an Bord

Zwei europäische Fluglinien nähern sich an. Aegean Airlines wird Großaktionärin bei Volotea. Sie planen, in vielen Bereichen zusammenzuarbeiten. Zuvor hatte die Billigairline mit Eurowings angebändelt.

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Im südeuropäischen Markt stünden gerade viele Veränderungen an. Das eröffne neue Chancen, sagte Jens Bischof vor anderthalb Jahren freudig. Wenige Wochen später gab der Chef von Eurowings eine Kooperation mit Volotea bekannt, welche die spanische Billigairline auch nach Deutschland brachte.

Die beiden Partner betonten damals, absichtlich mit einer simplen Vertriebspartnerschaft zu starten. In Zukunft sei aber eine weitergehende Zusammenarbeit vorstellbar. In der Branche hieß es daraufhin, dass Eurowings durchaus Interesse habe, Volotea später einmal zu schlucken, um wahrlich zum paneuropäischen Anbieter zu werden.

Investition von bis zu 50 Millionen Euro

Doch vorerst bändeln die Spanier trotz Flirt mit der deutschen mit einer griechischen Airline an. Aegean Airlines gab am Dienstag (3. September) bekannt, sich zusammen mit den bestehenden Anteilseignern an einer Kapitalerhöhung bei Volotea beteiligt zu haben. Die Investition des Star-Alliance-Mitglieds beträgt 25 Millionen Euro - die Hälfte der Gesamtsumme. Das geschieht über ein Darlehen, das in Aktien umgewandelt werden kann. Passiert das, bekommt Aegean einen Anteil von 13 Prozent an der spanischen Billigairline.

Damit nicht genug. Je nach Entwicklung des Geschäfts kommt es im zweiten Quartal des Jahres 2025 zu einer zweiten Kapitalerhöhung, die Aegean Airlines mit weiteren 25 Millionen Euro wiederum zur Hälfte tragen würde. Geschieht das, würde die größte griechische Fluggesellschaft am Ende 21 Prozent von Volotea halten.

Unterschiedliche Betriebsmodelle, aber gleiche Philosophie

Gleichzeitig haben Aegean und Volotea eine Absichtserklärung über eine Zusammenarbeit unterzeichnet. Dabei geht es zuerst um den wechselseitigen Verkauf von Tickets. Gleichzeitig soll das internationale Netz von und zu den griechischen Inselflughäfen wie Heraklion, Rhodos und Chania sowie von und zu europäischen Märkten wie Frankreich, Italien und Spanien gemeinsam weiterentwickelt und genutzt werden. So wolle man der Kundschaft mehr bieten und zugleich die Investitionen untereinander aufteilen. Zudem soll die griechische Fluglinie künftig Wartungs- und Ausbildungsdienste für Volotea übernehmen.

Man habe zwar unterschiedliche Betriebsmodelle und Produkte. Aegean und Volotea ergänzten sich aber «in vielerlei Hinsicht und teilen eine kundenorientierte Philosophie», kommentiert Aegean-Chef Eftichios Vassilaki. Man investiere in Volotea, weil man von der Strategie und dem Potenzial des Modells überzeugt sei.

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