Airbus A380: Laut Airbus sind die Risse nicht gefährlich.

Ingenieure fordern A380-Grounding

In einigen A380 entdeckte man kleine Risse in den Flügeln. Ein Ingenieursverband fordert nun ein Grounding der gesamten Flotte.

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Gerade einmal etwas mehr als ein Jahr ist es her, dass der Riesenflieger von Airbus durch Schäden an den Triebwerken in die Schlagzeilen geriet. Ein A380 der australischen Qantas hatte nach einer Explosion notlanden müssen. Zuvor war bei Qantas-Flug QF32 Öl ausgetreten und so geriet das Triebwerk in Brand. Nun macht der A380 schon wieder Probleme. An mehreren Fliegern seien winzige Risse entdeckt worden - in den Tragflächen. Zuerst wurden diese bei genau der Maschine entdeckt, die auf Flug 32 im Einsatz gewesen war. Daher hatte man zunächst einen Zusammenhang zwischen dem Zwischenfall und den Rissen vermutet. Doch inzwischen hat Qantas an mehreren Superjumbos die winzigen Schäden ausgemacht und auch der Konkurrent Singapore Airlines fand sie an einigen A380-Flügeln. Airbus bestätigte in einer Mitteilung, dass man die Risse bemerkt habe. Diese stellten aber in keiner Weise ein Sicherheitsrisiko dar. Man könne sie problemlos bei der nächsten Wartung in vier Jahren beheben.

Ingenieure sehen das offenbar anders: «Um nichts auf der Welt würde ich vier Jahre warten, um die Flieger zu inspizieren», so Paul Cousins, Präsident des Verbands der australischen Flugzeugingenieure gemäß dem Nachrichtensender Al Jazeera. Der Verband fordert daher, sämtliche A380 einer außerplanmäßigen Inspektion zu unterziehen. «Man sollte nicht mit dem Leben der Passagiere spielen», meint auch Steve Purvinas, ebenfalls vom australischen Verband, in einem Interview mit dem britischen Fernsehsender BBC. Wenn man sich nicht umgehend darum kümmere, die Risse genau zu untersuchen, könnte die Sache sehr schnell ernst werden. die Ingenieure fordern daher ein vorübergehendes Grounding der gesamten Flotte.

«Keine Notlösung»

Fluggesellschaften, die den Superjumbo in ihrer Flotte haben, sollten ihre Flieger untersuchen und sich nicht auf die Lösung einlassen, die Airbus vorschlägt. Vier Jahre seien eine viel zu lange Zeit, in der viel passieren könne. Unter anderem Lufthansa hat das mittlerweile getan und in einer Mitteilung bekannt gegeben, dass man keine Schäden an den Flügeln gefunden habe. Bei den Singapore- und Qantas-Jets sind diese weniger als ein Zentimeter lang und befinden sich an den Rippen, die die Tragflächen des Fliegers stabilisieren.

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