Letzte Aktualisierung: um 8:41 Uhr
Partner von  

Ausbau in China

Boeing verwandelt mehr 737 in Frachter

Cargoflugzeuge sind gerade sehr gefragt. Deshalb baut Boeing künftig mehr 737 um - mithilfe einer neuen Fertigungslinie in China.

Boeing

Boeing 737 BCF: Viel Platz für Fracht.

Beinahe 5000 Stück hat Boeing schon verkauft und gebaut. Damit ist die 737-800 eine der erfolgreichsten Modellvarianten aller Zeiten. Die Kurz- und Mittelstreckenjets fliegen auf allen Erdteilen und befördern in normalen Zeiten täglich Zehntausende von Passagieren.

Doch Fluggesellschaften planen, die Flieger nach und nach durch modernere und sparsamere Nachfolger zu ersetzen – wie die 737 Max oder den Airbus A320 Neo. Für die ausgeflotteten 737-800 hat Boeing vor vier Jahren ein Programm gestartet, das aus ihnen Frachter macht. Die Maschinen bekommen dazu eine große Frachttür auf der linken vorderen Rumpfseite, ein Frachtbeförderungssystem und bis zu vier Sitze für mitreisende Besatzungsmitglieder.

Bis zu 24 Tonnen Fracht

Boeing wettet mit der Boeing Converted Freighter oder kurz BCF vor allem auf Asien. Der Onlinehandel wächst in der Region rasant und dafür sind kleinere Flugzeuge ideal. Auf dem Oberdeck kann der umgebaute Flieger 141,5 Kubikmeter Fracht auf Paletten aufnehmen, im Unterdeck 43,7 Kubikmeter Massengüter. Das maximale Ladegewicht beträgt 24 Tonnen, die Reichweite rund 3700 Kilometer.

130 Exemplare der 737-800 BCF hat Boeing bis dato absetzen können. Doch der Flugzeugbauer erhofft sich weitaus mehr, vor allem in China. Daher hat er am Dienstag (16. Juni) ein weiteres Umbauzentrum in der Volksrepublik offiziell eröffnet. Man spüre eine steigende Nachfrage, so ein Vertreter.

Umbau nur in China

Die 737-800 werden schon jetzt ausschließlich in China zu Frachtern umgebaut. Für die neue Fertigungslinie in Guangzhou setzt Boeing auf die Wartungsfirma Guangzhou Aircraft Maintenance Engineering Company Gameco. Die anderen beiden Zentren werden von Boeing Shanghai Aviation Services und Taikoo Shandong Aircraft Engineering betrieben.



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.