Die möglichen Flugbahnen von Flug MH370: Alles wirklich genau geprüft?

Zweifel an den MH370-Daten

Eine Expertengruppe versucht die Angaben von Inmarsat zu Flug MH370 zu verifizieren - ohne Erfolg. Denn die vollen Daten stehen unter Verschluss. Das wird kritisiert.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Inmarsat ist sich sicher. «So konnten wir zweifelsfrei sagen, dass das Flugzeug die Südroute nahm», sagte ein Sprecher des britischen Satelliten-Kommunikationsanbieters Ende März. Zuvor hatte das Unternehmen bekanntgegeben, man habe den malaysischen Behörden wichtige neue Daten zum verschollenen Flug MH370 übergeben. Sie stammten aus der Anwendung einer neuen Methode zur Analyse von stündlichen Signalen der Boeing 777 von Malaysia Airlines und Modellrechnungen. Aufgrund dieser Auswertungen wurde dann im Indischen Ozean westlich von Australien nach dem Flugzeug gesucht.

Erfolg brachte die Suche bislang bekanntlich keinen. Nicht alle sind sich denn auch so sicher wie Inmarsat. Eine Gruppe unabhängiger Experten versucht die Daten des britischen Unternehmens zu Flug MH370 seit einiger Zeit zu verifizieren. «Es ist sehr schwer zu bestätigen, dass das Flugzeug südwärts flog», sagt Mitglied Michael Exner zu aeroTELEGRAPH. Er ist Experte für Mikrowellen-Radiometrie und Mitglied der American Meteorological Society. Nach der Überprüfung der öffentlich bekannten Inmarsat-Daten seien beide Routen möglich, so Exner.

Es fehlen die exakten Daten zu MH370

Er sage nicht, dass Flug MH370 nicht nach Süden geflogen sei, hält Exner fest. Aber ohne die exakten Daten zu haben sei es einfach nicht möglich, die Hypothese von Inmarsat zu erhärten. «Wir würden gerne bessere Erklärungen dafür sehen, wie Inmarsat zu ihrem Schluss gekommen ist.»

Inmarsat wertete spezielle Signale aus. Die Kommunikationskanäle von Flug MH370 waren zwar ausgeschaltet. Dennoch sandte der Jet stündlich einen so genannten Ping an Inmarsat-Satelliten. Die Experten des Unternehmens schauten sich bei der Analyse den Doppler-Effekt an, die zeitliche Veränderung eines Signals bei Veränderungen des Abstands zwischen Sender und Empfänger. Sie erhielten daraus theoretischen Flugrouten von MH370. Mittels Vergleichen der Daten anderer Flugzeuge auf ähnlichen Routen verfeinerten sie die Daten.

Verschwendung von Ressourcen

Die Gruppe um Exner verlangt nun, dass Inmarsat alle Daten veröffentlicht. «Eine riesige Menge an Experten aus den Bereichen Satellitenkommunikation, Weltraummechanik oder Navigation würde gerne helfen, um die Angaben zu überprüfen. Doch die Behörden wollten das bislang nicht», so Exner. Das sei eine unnötige Verschwendung von Ressourcen. «Es gibt keine Entschuldigung dafür.»

Mehr zum Thema

ticker sin-kung airways

Sin-Kung Airways startet Frachtbetrieb

Piloten von Air Asia: Künftig sollen sie viel weiter fliegen.

Air Asia beglückt Airbus mit Order für bis zu 70 A321 XLR - und plant globales Wachstum

ticker-malaysian-airlines

Im Bild: Malaysia Airlines präsentiert Airbus A330 mit Manchester-United-Sonderlackierung

Boeing 737 Max über Kuala Lumpur: Malaysia Airlines ordert Nachschub.

Malaysia Airlines gibt Airbus einen Korb - bis zu 60 weitere Boeing 737 Max bestellt

Video

Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
ilyushin il 114 300 kaelte
Das neue russische Turboprop-Flugzeug wird in den eisigen Bedingungen des Fernen Ostens dringend benötigt - auch von Polar Airlines. Doch dafür ist noch eine Anpassung an der Ilyushin Il-114-300 nötig.
Timo Nowack
Timo Nowack
wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies