Logos von British Airways, Emirates und Qantas: Schwere Vorwürfe.

Emirates & Co: Zwangsarbeit?

Diverse große Fluggesellschaften ließen Kopfhörer von chinesischen Häftlingen herstellen, behaupten Ex-Insassen. Sie berichten auch von Folter.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Einen Aufenthalt im Dongguan-Gefängnis wünscht man nicht einmal seinem größten Feind. Ehemalige Gefangene erzählen von schrecklichen Zuständen in der chinesischen Haftanstalt in der Provinz Guangdong, sie berichten von Einzelhaft und regelmäßigen Schlägen. Einer von ihnen ist der Neuseeländer Danny Cancian. Er saß nach einer Kneipenschlägerei vier Jahre lang wegen Totschlages ein und wurde 2012 freigelassen. «Es ist eine brutale Umgebung», sagte er der Zeitung Australian Financial Review. «Man wacht am Morgen auf und überlegt, ob man den Tag wohl überlebt.». Genau von diesem katastrophalen Zuständen sollen namhafte Fluggesellschaften indirekt profitiert haben.

Cancian berichtete der Australian Financial Review, er habe in Haft Wegwerfkopfhörer für Airlines hergestellt. Neben British Airways, Emirates und Qantas seien auch «viele andere» Fluglinien unter den Kunden gewesen. Die Produkte seien von Gefangenen zusammengesteckt und in Schachteln verpackt und so für den Versand bereit gemacht worden. Ein anderer Ex-Insasse bestätigte dem Blatt die Zwangsarbeit.

Auf dem Hof getasert

Bei der Arbeit galten offenbar harte Regeln. Wenn man sein Produktionsziel nicht erreicht habe, dann sei man auf den Hof gezerrt worden, erzählte Cancian dem Blatt. «Dort wurden wir mit Elektroschockgeräten behandelt.»

Qantas reagierte umgehend auf den Bericht. «Wir sind sehr besorgt über die Vorwürfe», erklärte ein Sprecher. Das Unternehmen legte deshalb den Vertrag mit dem Zulieferer Airphonics auf Eis, welcher seine Produkte von Dongguan City Joystar Electronic bezog. Das chinesische Unternehmen setzt bei großen Bestellungen auf Gefängnisarbeit. British Airways erklärte, man arbeite nur mit geprüften Zulieferern zusammen. Emirates bestand darauf, dass keine Zwangsarbeit in ihren Kopfhörern stecke.

Mehr zum Thema

ticker-emirates

Emirates prüft offenbar neue Strecke: Mailand - Lima

ticker-emirates

Emirates kurbelt Nachfrage an - unbegrenzt kostenlose Umbuchungen für Dubai-Flüge

ticker-emirates

Emirates bleibt bis 2033 Hauptsponsor des FC Arsenal

Foto der Boeing 777X aus dem Mai 2020: Ist eine Modernisierung der D-ABTA möglich und sinnvoll?

Auch Lufthansa will veraltete Boeing 777X nicht akzeptieren

Video

airbus a380 flightlab 2 jayn
Airbus hat einen A380 aus Abu Dhabi zurück nach Europa geholt und ihm in Irland eine neue Lackierung verpasst. Bevor er für Triebwerkstests umgerüstet wird, absolvierte der Riesenflieger nun einen tiefen Überflug über den Flughafen Toulouse-Blagnac.
Timo Nowack
Timo Nowack
Designentwurf der Hydra: Der Entwurf von Studierenden der TU Berlin hat die DLR Design Challenge gewonnen.
Schlägt man ihr einen Kopf ab, wachsen zwei nach. Zumindest bei der Hydra aus der Sage. Beim gleichnamigen Flugzeugkonzept der TU Berlin lässt sich der Antriebsstrang einfach austauschen. Damit haben die Studierenden nun einen renommierten Wettbewerb gewonnen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Das Terminal des Port Polska: Platz für vorerst 44 Millionen passagiere.
Von Kommunisten erdacht, viel später von einer nationalkonservativen Regierung wiederbelebt und schließlich von einer liberalen Regierung bestätigt: Port Polska hat viele politische Wendungen überlebt. Polens neuer Zentralflughafen nimmt nun konkrete Formen an. Ende 2032 soll er eröffnet werden - mit Platz für jährlich 44 Millionen Fluggäste, 24-Stunden-Betrieb und Lot Polish Airlines als wichtigster Nutzerin.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin