Logos von British Airways, Emirates und Qantas: Schwere Vorwürfe.

Emirates & Co: Zwangsarbeit?

Diverse große Fluggesellschaften ließen Kopfhörer von chinesischen Häftlingen herstellen, behaupten Ex-Insassen. Sie berichten auch von Folter.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Einen Aufenthalt im Dongguan-Gefängnis wünscht man nicht einmal seinem größten Feind. Ehemalige Gefangene erzählen von schrecklichen Zuständen in der chinesischen Haftanstalt in der Provinz Guangdong, sie berichten von Einzelhaft und regelmäßigen Schlägen. Einer von ihnen ist der Neuseeländer Danny Cancian. Er saß nach einer Kneipenschlägerei vier Jahre lang wegen Totschlages ein und wurde 2012 freigelassen. «Es ist eine brutale Umgebung», sagte er der Zeitung Australian Financial Review. «Man wacht am Morgen auf und überlegt, ob man den Tag wohl überlebt.». Genau von diesem katastrophalen Zuständen sollen namhafte Fluggesellschaften indirekt profitiert haben.

Cancian berichtete der Australian Financial Review, er habe in Haft Wegwerfkopfhörer für Airlines hergestellt. Neben British Airways, Emirates und Qantas seien auch «viele andere» Fluglinien unter den Kunden gewesen. Die Produkte seien von Gefangenen zusammengesteckt und in Schachteln verpackt und so für den Versand bereit gemacht worden. Ein anderer Ex-Insasse bestätigte dem Blatt die Zwangsarbeit.

Auf dem Hof getasert

Bei der Arbeit galten offenbar harte Regeln. Wenn man sein Produktionsziel nicht erreicht habe, dann sei man auf den Hof gezerrt worden, erzählte Cancian dem Blatt. «Dort wurden wir mit Elektroschockgeräten behandelt.»

Qantas reagierte umgehend auf den Bericht. «Wir sind sehr besorgt über die Vorwürfe», erklärte ein Sprecher. Das Unternehmen legte deshalb den Vertrag mit dem Zulieferer Airphonics auf Eis, welcher seine Produkte von Dongguan City Joystar Electronic bezog. Das chinesische Unternehmen setzt bei großen Bestellungen auf Gefängnisarbeit. British Airways erklärte, man arbeite nur mit geprüften Zulieferern zusammen. Emirates bestand darauf, dass keine Zwangsarbeit in ihren Kopfhörern stecke.

Mehr zum Thema

emirates airbus a380 flagge 02

Emirates setzt nationales Ausrufezeichen auf Airbus A380

emirates airbus a380

Emirates kauft im großen Stil Airbus A380

ticker-emirates

Emirates Group steigert Gewinn auf neuen Rekord

ticker-emirates

Emirates spendet 430 Kinderwagen an Hilfsorganisationen

Video

Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack