Mitarbeiterin und Flieger von Yakutia: Neue Destination.

Historische Verbindung in die USA

Yakutia Airlines verbindet die russische Halbinsel Kamtschatka direkt mit Alaska. Die Nachfrage auf der Strecke ist groß.

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Es ist eine Verbindung mit viel Geschichte. Vor etwa 10'000 Jahren dürften die ersten Menschen von Asien her nach Nordamerika eingewandert sein. In der Neuzeit dann war die Beringstraße bewacht wie kaum ein anderer Ort der Welt, immerhin grenzten hier die Erzfeinde Sowjetunion und USA quasi aneinander. Nur eine 85 Kilometer breite Meeresstraße trennte sie. Längst ist die UdSSR untergegangen. Die Beringstraße verlor dann ihre strategische Bedeutung. Immer wieder wurden seither Vorschläge gemacht, die russische Halbinsel Kamtschatka über einen Tunnel oder eine Brücke mit Alaska zu verbinden. Doch Geld dafür will niemand ausgeben. In die Bresche springt nun Yakutia Airlines. Sie fliegt voraussichtlich ab dem 12. Juli saisonal von Petropawlowsk-Kamtschatski nach Anchorage.

Zwar gab es nach dem Ende des Kalten Krieges bereits einmal eine direkte Luftverbindung. Doch die wurde 2005 mangels Nachfrage eingestellt. Nun soll das anders sein. In der Region Kamtschatka arbeiteten viele amerikanische Spezialisten im Bereich der Öl- und Gasförderung, erklärte Analyst Dmitrij Adamidow vom Broker Investcafe gegenüber dem Nachrichtenportal The Voice of Russia. Zudem gilt die russische Region dank ihrer Unberührtheit mit unzähligen Vulkanen, heißen Quellen, unberührter Landschaft und intakter Tierwelt als Tourismusdestination mit sehr viel Entwicklungspotenzial. Hinzu kommt, dass immer mehr Jugendliche aus Kamtschatka in den USA studieren statt in Moskau.

Bewilligungen liegen vor

Yakutia will zwischen Mitte Juli und Mitte September jeden Donnerstag mit einer Boeing B737-700 zwischen Kamtschatka und Alaska hin- und herfliegen. Der Preis eines Tickets für den Flug von viereinhalb Stunden soll 36'800 Rubel (rund 900 Euro / 1100 Franken) kosten. Die russischen und die amerikanischen Aufsichtsbehörden erteilten der Fluggesellschaft die Bewilligung für die Strecke, wie die Provinzregierung gemäß der Nachrichtenagentur Itar-Tass am Montag bekannt gab.

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