Flieger von XL Airways: Bald auf der Langstrecke.

XL Airways wagt das Experiment

Die französische Fluggesellschaft will Lowcost auf der Langstrecke bieten. Das schaffte bislang keine Airline längere Zeit.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Das muss man sich erst einmal vorstellen: Ein Airbus A330 von vom Cockpit bis zur Bordküche im Heck dicht bestuhlt mit den Sitzen der Holzklasse. 408 Menschen hätten so Platz im Flieger. So viele passen auch in einen normal bestuhlten A380 von Korean Airlines. Ein anderer Vergleich: Lufthansa setzt in einen A330 maximal 220 Leute - also fast halb so viele wie XL Airways nun für den Langstreckenjet einplant. Das extreme Projekt der französischen Airline nimmt nun jedoch immer konkretere Züge an. Der Unternehmenschef Laurent Magnin kündigte Ende März in der Wirtschaftszeitung La Tribune an, ab Hebst mit neun brandneuen A330 ins Langstrecken-Lowcost-Geschäft einzusteigen. Er denkt dabei zuerst an Flüge von Europa nach Zentral- und Nordamerika.

Berichten zufolge schrieb XL Airways, vor allem aktiv im Chartergeschäft, seit ihrer Übernahme durch die britische XL Group vor fünf Jahren mit Ausnahme eines Jahres immer schwarze Zahlen. Der Jahresumsatz betrug zuletzt 400 Millionen Euro. Die Fluggesellschaft betreibt zwei A330, drei Boeing B737-800 und zwei A320. Hauptdestinationen sind die Ferienziele Dominikanische Republik und Cancun. Je nach Saison wechseln die Destinationen aber, so dass die Airline auch dann auf eine hohe Auslastung setzen kann. Dann fliegt sie unter anderem auch von Paris nach New York, Las Vegas und demnächst nach San Francisco.

Zentrale Businessklasse

Bisher hatte es keine Airline geschafft, im Langstrecken-Lowcost-Geschäft Fuß zu fassen. Zuletzt wagte es Air Asia X, eine Tochter von Air Asia, mit Flügen von Kuala Lumpur nach London und Paris. Doch sie musste ihre Flüge 2010 nach kurzer Zeit mangels Auslastung streichen. Zuvor waren schon viele Experimente gescheitert, so etwa durch Oasis Hong Kong Airlines von Bangkok nach Vancouver und London (Grounding 2009) sowie Maxjet mit einer Billig-Businessclass von London nach New York (Grounding 2007). Iceland Express flog 2010 ab Reykjavik (mit Anschluss aus diversen europäischen Destinationen) nach New York. Doch auch sie stellte sie diese Verbindung rasch wieder ein.

Neue Projekte sind angekündigt worden, so etwa von der Norwegian Air Shuttle, die ab Anfang 2013 von Skandinavien nach New York fliegen will. Laut Experten sei es schwierig, auf die Business Class zu verzichten und dennoch Erfolg zu haben. Die Business Class belegt 20 Prozent der Bordfläche, zahlt im Schnitt aber 50 Prozent an die Flugkosten. Selbst Air Asia, die den Langstrecken-Betrieb im Günstigsegment im Dreieck Japan, Thailand und Australien bestreitet, bietet eine gewisse Zahl von Sitzen in der Businessklasse an. Laut einem Bericht der Zeitung International Herald Tribune erreichte Air Asia 2009 Kosten von 4 US-Cents pro Flugkilometer und Sitz, während Easyjet auf 6 bis 6,5 US-Cents kam.

Mehr zum Thema

sri lankan airlines airbus a330 300

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Video

Westjet Boeing 787
Reisende werfen der kanadischen Fluglinie vor, ihnen Entschädigungen vorzuenthalten. Der Verdacht: Wechselt Westjet im letzten Moment Flugzeuge ein, die sich bereits in der Wartung befinden, um dann den Flug zu annullieren? Eine kanadische Behörde ermittelt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies