Ein Bild der schwedischen Küstenwache von der Suchaktion: Öl und kleine Trümmerteile wiesen die Spur zur Absturzstelle.

Absturz nach GeisterflugWrack der Cessna liegt in 60 Meter tief in der Ostsee

Die in die Ostsee gestürzte Cessna Citation des deutschen Unternehmers flog weiter als erwartet. Nun untersuchen Tauchroboter das Wrack am Grund des Meeres. Und ein Video ist aufgetaucht.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

«Wir verfolgen das Flugzeug über seinen Transponder. Nach einer Weile wird uns klar, dass eine Katastrophe bevorsteht.» Schwedens Küstenwache erzählt in einem Beitrag bei Instagram, wie sie den Absturz einer Cessna Citation II am 4. September in die Ostsee erlebte.

«Das Flugzeug beginnt schnell zu sinken und nach einigen Minuten verschwindet es von unserem Bildschirm», heißt es weiter. Die Absturzstelle ist schnell gefunden. «Öl und kleine Teile des ehemaligen Flugzeugs sind auf der Wasseroberfläche zu sehen», so der Bericht. Rettungshubschrauber und Schiffe aus Schweden und Lettland werden informiert. Doch: «Schnell wird uns klar, dass es sich nicht um eine lebensrettende Operation handelt.»

Roboter tauchen nach dem Wrack

Am Dienstag (6. September) erklärte eine Sprecherin der lettischen Marine gegenüber der schwedischen Zeitung Aftonbladet, man habe mittlerweile Leichenteile im Meer gefunden. Allerdings sei man noch nicht sicher, ob es sich dabei wirklich um Körperteile der Flugzeuginsassen handele - die lettische Kriminalpolizei ermittle.

Die Sprecherin erklärte weiter, die erste Phase der Suchaktion sei abgeschlossen. Das Wrack der Cessna Citation II, das in etwa 60 Metern Tiefe in der Ostsee liege, werde nun zuerst mithilfe von Robotern untersucht.

Kontaktaufnahme nicht möglich

Der Businessjet mit dem Kennzeichen OE-FGR war im spanischen Jerez gestartet, an Bord der Eigentümer, ein deutscher Unternehmer und Pilot, dessen Frau, dessen Tochter und deren Freund. Schon im französischen Luftraum war er aber nicht mehr zu erreichen. Kampfjets stiegen auf, ein Pilot bemerkte Bewegungen in der Kabine, sah aber niemanden im Cockpit.

Die Cessna änderte - wahrscheinlich dank Autopilot - südlich von Paris und danach noch einige Male den Kurs, um zum geplanten Ziel Köln zu gelangen. Dort überflog die Maschine aber den Flughafen und steuerte schnurgerade nach Nordosten. Deutschen und dänischen Kampfjets gelang ebenfalls keine Kontaktaufnahme.

Druckabfall könnte Erklärung sein

Als die Cessna, begleitet von einem Kampfjet, die dänische Insel Bornholm passierte, nahm jemand ein kurzes Video der beiden Flugzeuge auf. Die schwedische Küstenwache erklärt in ihrem Bericht, dass Schätzungen darauf schließen ließen, dass der Maschine südlich von Gotland der Treibstoff ausgehen wird. Tatsächlich schaffte sie es weiter, ließ die Insel links liegen und stürzte erst dann vor Lettland ins Meer.

Warum es zu all dem kam, ist nicht klar. Eine Möglichkeit ist, dass die vier Menschen an Bord aufgrund eines Druckabfalls das Bewusstsein verloren.

Mehr zum Thema

Der Flugverlauf der Maschine über Europa ...

Businessjet aus Österreich nach Geisterflug in Ostsee gestürzt

Herausgefallene Sauerstoffmasken: In großer Höhe bleibt wenig Zeit.

Wieso kommt es zu Druckabfall - und was passiert dann an Bord?

Leitwerk der abgestürzten Boeing 737 von Helios Airways: Flug ZU522 war ein Geisterflug.

MH370: Der Geisterflug von Helios

ticker-schweden

Hoher Kerosinpreis: Schweden unterstützt Inlandsflüge mit Millionen

Video

Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack