Ein Bild der schwedischen Küstenwache von der Suchaktion: Öl und kleine Trümmerteile wiesen die Spur zur Absturzstelle.

Absturz nach GeisterflugWrack der Cessna liegt in 60 Meter tief in der Ostsee

Die in die Ostsee gestürzte Cessna Citation des deutschen Unternehmers flog weiter als erwartet. Nun untersuchen Tauchroboter das Wrack am Grund des Meeres. Und ein Video ist aufgetaucht.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

«Wir verfolgen das Flugzeug über seinen Transponder. Nach einer Weile wird uns klar, dass eine Katastrophe bevorsteht.» Schwedens Küstenwache erzählt in einem Beitrag bei Instagram, wie sie den Absturz einer Cessna Citation II am 4. September in die Ostsee erlebte.

«Das Flugzeug beginnt schnell zu sinken und nach einigen Minuten verschwindet es von unserem Bildschirm», heißt es weiter. Die Absturzstelle ist schnell gefunden. «Öl und kleine Teile des ehemaligen Flugzeugs sind auf der Wasseroberfläche zu sehen», so der Bericht. Rettungshubschrauber und Schiffe aus Schweden und Lettland werden informiert. Doch: «Schnell wird uns klar, dass es sich nicht um eine lebensrettende Operation handelt.»

Roboter tauchen nach dem Wrack

Am Dienstag (6. September) erklärte eine Sprecherin der lettischen Marine gegenüber der schwedischen Zeitung Aftonbladet, man habe mittlerweile Leichenteile im Meer gefunden. Allerdings sei man noch nicht sicher, ob es sich dabei wirklich um Körperteile der Flugzeuginsassen handele - die lettische Kriminalpolizei ermittle.

Die Sprecherin erklärte weiter, die erste Phase der Suchaktion sei abgeschlossen. Das Wrack der Cessna Citation II, das in etwa 60 Metern Tiefe in der Ostsee liege, werde nun zuerst mithilfe von Robotern untersucht.

Kontaktaufnahme nicht möglich

Der Businessjet mit dem Kennzeichen OE-FGR war im spanischen Jerez gestartet, an Bord der Eigentümer, ein deutscher Unternehmer und Pilot, dessen Frau, dessen Tochter und deren Freund. Schon im französischen Luftraum war er aber nicht mehr zu erreichen. Kampfjets stiegen auf, ein Pilot bemerkte Bewegungen in der Kabine, sah aber niemanden im Cockpit.

Die Cessna änderte - wahrscheinlich dank Autopilot - südlich von Paris und danach noch einige Male den Kurs, um zum geplanten Ziel Köln zu gelangen. Dort überflog die Maschine aber den Flughafen und steuerte schnurgerade nach Nordosten. Deutschen und dänischen Kampfjets gelang ebenfalls keine Kontaktaufnahme.

Druckabfall könnte Erklärung sein

Als die Cessna, begleitet von einem Kampfjet, die dänische Insel Bornholm passierte, nahm jemand ein kurzes Video der beiden Flugzeuge auf. Die schwedische Küstenwache erklärt in ihrem Bericht, dass Schätzungen darauf schließen ließen, dass der Maschine südlich von Gotland der Treibstoff ausgehen wird. Tatsächlich schaffte sie es weiter, ließ die Insel links liegen und stürzte erst dann vor Lettland ins Meer.

Warum es zu all dem kam, ist nicht klar. Eine Möglichkeit ist, dass die vier Menschen an Bord aufgrund eines Druckabfalls das Bewusstsein verloren.

Mehr zum Thema

Der Flugverlauf der Maschine über Europa ...

Businessjet aus Österreich nach Geisterflug in Ostsee gestürzt

Herausgefallene Sauerstoffmasken: In großer Höhe bleibt wenig Zeit.

Wieso kommt es zu Druckabfall - und was passiert dann an Bord?

Leitwerk der abgestürzten Boeing 737 von Helios Airways: Flug ZU522 war ein Geisterflug.

MH370: Der Geisterflug von Helios

Embraer 145 von City Airline: Zehn Jahre hat die Fluglinie Göteborg mit Europa verbunden.

City Airline - besser kein Vorbild für Lufthansa City Airlines

Video

ilyushin il 114 300 kaelte
Das neue russische Turboprop-Flugzeug wird in den eisigen Bedingungen des Fernen Ostens dringend benötigt - auch von Polar Airlines. Doch dafür ist noch eine Anpassung an der Ilyushin Il-114-300 nötig.
Timo Nowack
Timo Nowack
wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a321 lr etihad airways dus
Der Krieg im Nahen Osten sorgt für massive Einschränkungen im Luftverkehr. Auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich sitzen daher Flugzeuge von Golfairlines fest. Welche Jets von Emirates, Qatar Airways und Co. an welchen Flughäfen stehen.
Timo Nowack
Timo Nowack