Der Flugverlauf der Maschine über Europa ...

Cessna Citation II OE-FGRBusinessjet aus Österreich nach Geisterflug in Ostsee gestürzt

Eine in Österreich registrierte Cessna Citation startete in Spanien, landete aber nicht wie geplant in Köln. Der Businessjet mit vier Menschen an Bord wurde von Kampfjets begleitet und stürzte irgendwann in die Ostsee.

Top-Jobs

Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Eigentlich sollte der Flug nach Köln gehen. Eine in Österreich registrierte Cessna Citation II stieg am Sonntag (4. September) um kurz vor 15 Uhr im spanischen Jerez auf, um die deutsche Stadt am Rhein anzusteuern. Der Businessjet mit dem Kennzeichen OE-FGR flog jedoch dort vorbei.

Von Köln aus steuerte die Maschine in gerader Linie nach Nordosten bis weit über die Ostsee. Vorher hatte sie noch nahe Paris eine Richtungsänderung vorgenommen, über der französisch-luxemburgischen und der luxemburgisch-deutschen Grenze sowie über Euskirchen kurz vor Köln.

Niemand im Cockpit zu sehen

An den Fliegerhorsten in Rostock und Neuburg in Deutschland sowie Ämari in Estland starteten deutsche Eurofighter-Kampfjets und stiegen zur Cessna Citation auf, konnten aber keine Erkenntnisse über die Probleme an Bord gewinnen und bogen kurz hinter Rügen ab. Aus Dänemark waren F-16-Jets im Einsatz. Die Kampfjets konnten die Cockpitcrew nicht erreichen. Auch wurde keine Person im Cockpit gesichtet.

Niemand habe dort ausgemacht werden können, sagte Johan Wahlström vom schwedischen Zentrum für See- und Luftrettung der Zeitung Dagens Nyheter. Ab etwa 19:35 Uhr verlor die Cessna Citation, die offiziell auf das deutsche Unternehmen GG Rent aus Bergisch Gladbach eingetragen ist, an Höhe und Geschwindigkeit. Innerhalb weniger Minuten sank sie zuletzt 5000 Meter.

Angeblich Probleme mit Kabinendruck

Laut den lettischen Behörden ist der Jet vor der Küste von Ventspils ins Meer gestürzt. Die schwedische See- und Luftrettungszentrale erklärte, um kurz vor 20 Uhr sei das Flugzeug vom Radar verschwunden. Ein Helikopter aus Visby machte sich auf den Weg zum vermuteten Absturzort, musste aber umkehren, weil der Treibstoff ausging. Auch Boote wurden losgeschickt.

Gemäß der Zeitung Bild gab es schon kurz nach dem Start in Spanien Druckprobleme in der Kabine. Kurz hinter der iberischen Halbinsel brach dann der Kontakt zum Flieger ab. Spanische und französische Kampfjets stiegen schon da auf, konnten jedoch niemanden im Cockpit der Cessna erreichen.

Ölspuren auf dem Wasser

Nach Angaben der schwedischen Zeitung Aftonbladet fand die schwedische Küstenwache noch am Sonntagabend Ölspuren und Trümmer im Wasser. Die deutsche Luftwaffe hat inzwischen den Absturz ebenfalls bestätigt. Auch ein Fährschiff, das sich gerade in der Nähe befand, war zwischenzeitlich an den Bergungsarbeiten beteiligt. Die lettischen Behörden erklärten spätabends, man werde die Suche frühmorgens fortsetzen.

Gemäß der spanischen Zeitung El Pais befanden sich die Mitglieder einer deutschen Familie an Bord. Das waren Unternehmer P. G. (72), seine Ehefrau J. G. (68), ihre Tochter (26) und ein vierter Passagier (27). Die lettischen Rettungskräfte meldeten am Montagmorgen, man habe eine Stelle auf offenem Meer mit «erhöhter Trümmerkonzentration» ausgemacht. Opfer konnten jedoch noch keine geborgen werden.

Mehr zum Thema

Kampfjet neben Passagiermaschine: Das kömmt öfters vor.

Warum man Passagierjets abfängt

Leitwerk der abgestürzten Boeing 737 von Helios Airways: Flug ZU522 war ein Geisterflug.

MH370: Der Geisterflug von Helios

sri lankan airlines airbus a330 300

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Boeing 727 landet am 28. April am Flughafen Doncaster Sheffield: Es war die erste Landung eines großen Flugzeugs seit 2022.
Vier Jahre lang lag der britische Flughafen im Dornröschenschlaf. Jetzt soll er wieder Flüge bekommen. Die erste Landung am Flughafen Doncaster/Sheffield absolvierte aber ein Oldie.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Es wird gearbeitet am FLughafen Basel/Mulhouse.
Am Euro Airport steht das Herz des Flugbetriebs still: Für 36 Tage wird die Hauptpiste komplett erneuert. Wo sonst Jets im Minutentakt starten und landen, dominieren nun Baumaschinen. Ein Besuch am Flughafen Basel/Mulhouse/Freiburg im Ausnahmezustand.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
Zwei Mitarbeitende von Alaska Airlines: Teil des Sicherheitsvideos.
Die fünftgrößte Fluggesellschaft der USA führt erstmals in ihrer Geschichte ein eigenes Sicherheitsvideo ein. Der Schritt von Alaska Airlines erfolgt aus einem ganz bestimmten Grund.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin