Letzte Aktualisierung: um 16:30 Uhr

Transair

Wrack der Boeing 737 wurde vom Pazifikgrund geborgen

Vier Monate nach dem Absturz vor Hawaii wurde das Wrack der Boeing 737 von Transair geborgen. Auch Biologen waren an der Bergung beteiligt.

Bislang hatten die Bilder, die man von der abgestürzten Boeing 737 von Transair sah, etwas Gruseliges. Unterwasserkameras hatten vor vier Monaten den zerbrochenen Rumpf der Maschine am Meeresgrund vor Hawaii aufgenommen. Alles war nur schwarz-weiß zu sehen und etwas verschwommen.

Jetzt hat das National Transportation Safety Board der USA, das für die Ermittlungen bei Unfällen zuständig ist, das Wrack vom Meeresgrund geholt. Neue Fotos zeigen Teile der Maschine, wie sie an Bord eines Schiffes gezogen werden. Beide Flugschreiber und alle wichtigen Komponenten des Frachtflugzeugs seien erfolgreich aus dem Pazifik geborgen worden, teilte das NTSB mit. Die Boeing 737-200 F war am 2. Juli 2021 als Flug T4-810 unterwegs, als sie  kurz nach dem Start in Honolulu Probleme bekam.

Beide Triebwerke machten Probleme

Die Crew hatte Defekte bei beiden Triebwerken gemeldet. Sie schaffte es nicht, zum Startort zurückzukehren, und musste im Meer notwassern. Die beiden Piloten, die einzigen Insassen an Bord, überlebten. Das Wrack sank ab und kam in einer Tiefe von 100 bis 150 Metern zum Liegen.

Die Bergung war alles andere als einfach, denn das Terrain am Meeresgrund machte eine Bergung durch Taucher unmöglich. Ein Forschungsschiff namens Bold Horizon und ein Lastkahn namens Salta Verde waren für die Bergung von Kalifornien nach Hawaii gereist.

Auch Experte für bedrohte Arten involviert

Doch zusätzlich zu den Bergungsspezialisten zog das NTSB auch die Meeresschutzbehörde hinzu, um sicherzustellen, dass die Auswirkungen auf die Meeresfauana so gering wie möglich gehalten wurden. Darüber hinaus war ein Beobachter für geschützte Arten an Bord, der darauf achtete, dass bei der Aktion keine Schildkröten, Schwertwale oder Hawaii-Mönchsrobben gestört werden.

Inzwischen ist alles vom Meeresgrund an Land gebracht worden. Neben dem Wrack und den Triebwerken wurden auch die Frachtcontainer geborgen, weil das eine Bedingung der Versicherungsfirma war, schreibt das NTSB. Die Bergung der Flugschreiber und des Wracks stelle einen großen Fortschritt bei den Ermittlungen dar, heißt es von der Behörde. Man erhofft sich Aufschluss darüber, wie es zu dem Unfall kommen konnte. In 12 bis 24 Monaten soll die Untersuchung abgeschlossen sein, heißt es.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Aufnahmen der Bergungsarbeiten.



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