Absturz in KasachstanWoher stammen die Löcher in der abgestürzten Embraer E190 von Azerbaijan Airlines?

40 Menschen starben beim Absturz einer Embraer E190 von Azerbaijan Airlines in Aktau in Kasachstan. Neu aufgetauchte Fotos des Wracks werfen einige Fragen auf.

Top-Jobs

.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt
DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Man will sich nicht vorstellen, was in den Passagieren und Besatzungsmitgliedern vorging, als klar wurde, dass etwas mit ihrem Flugzeug nicht stimmte. Ein Reisender von Flug J28243 von Azerbaijan Airlines vom 25. Dezember schickte ein Video an seine Frau, in dem zu sehen ist, dass die Sauerstoffmasken in der Embraer E190 teilweise aus der Decke gefallen und Teile der Verkleidung abgebrochen sind. Ein Schrei einer Frau ist zu hören, sonst ist es sehr ruhig an Bord. Der Mann selbst betet.

Kurze Zeit später, kurz nach 11 Uhr Ortszeit, stürzte das Flugzeug mit dem Kennzeichen 4K-AZ65 in der Nähe des Flughafens Aktau in Kasachstan ab. 29 der 69 Passagiere und Besatzungsmitglieder überlebten den Unfall, so aktuelle Zahlen der kasachischen Behörden. Wie es zum Unglück kam, ist bisher unklar. Nur so viel steht fest: Die E190 sollte eigentlich im russischen Grozny landen. Doch sie wurde wegen schlechter Sicht umgeleitet.

Embraer E190 wurde umgeleitet

Zuerst steuert der Jet von Azerbaijan Airlines das russische Makhachkala an, bevor er nach Aktau umgeleitet wurde. Nur etwa drei Minuten vor der Landung geschah das Unglück. Gemäß lokalen Medien hatte die Cockpitcrew der Embraer E190 eine Notlandung auf Piste 11 des Flughafens Aktau versucht - bestätigt ist das allerdings noch nicht.

Wie immer nach Flugzeugabstürzen ranken sich zahlreiche Gerüchte um mögliche Ursachen. Bestätigt ist nichts und die Ermittlungen beginnen gerade erst. Zuerst hatten lokale Medien berichtet, die 2013 ausgelieferte Embraer E190 mit der Registrierung 4K-AZ65 sei mit einem Vogelschwarm kollidiert. Inzwischen machen Fotos die Runde, die Fragen aufwerfen.

Transpondercode 7700 gesandt

Denn: Sie zeigen Löcher im Höhenleitwerk und Rumpf der Maschine, und zwar nicht wenige. Wie sie entstanden sind, ist aktuell völlig unklar. Die Theorien reichen von Schrapnell über Gewehrbeschuss, über eine potenzielle Explosion in der Kabine bis auf herumfliegendes Geröll beim Aufprall. Bestätigt ist nichts. Ebensowenig ist klar, zu welchem Zeitpunkt sie entstanden. Auch die Videos aus der Kabine geben darüber keinen Aufschluss.

Die Löcher im Rumpf und Höhenleitwerk. Bild: Tengri News

Die Cockpitcrew von Flug J28243 hatte zuvor über dem Kaspischen Meer den Transpondercode 7700 abgesandt. Er steht für einen Luftnotfall. Videos, die am Flughafen aufgenommen wurden, zeigen, wie die 2013 ausgelieferte E190 schnell nach unten sinkt. Dann dreht sie sich nach rechts und knallt auf den Boden. Man sieht Flammen aufsteigen, später schwarzen Rauch. Dennoch ist der Jet nicht komplett ausgebrannt.

Heck blieb relativ intakt

Das Heck liegt relativ intakt im Gelände, allerdings auf dem Kopf. An einer anderen Stelle dagegen zeigt sich ein völlig ausgebranntes Wrackteil - und weit herum verstreute Trümmer.

Mehr zum Thema

Embraer E190 von Azerbaijan Airlines in Kasachstan abgestürzt

Embraer E190 von Azerbaijan Airlines in Kasachstan abgestürzt

Pilot von Azal - Azerbaijan Airlines: Die Fluglinie will keine Boeing 737 Max.

Azerbaijan Airlines bestellt zwölf Airbus A320 Neo

Behörden entdecken eklatante Mängel bei Bek Air

Behörden entdecken eklatante Mängel bei Bek Air

ticker-embraer-ejet

Embraer liefert 2000. E-Jet aus

Video

Der Pilot steigt aus der Boeing 767 F von Amazon Air aus: Was genau geschah davor?
Die Boeing 767 F hatte bereits aufgesetzt und die Piloten bremsten. Dann gaben sie wieder Schub - offenbar für einen sehr späten Durchstartversuch. Nur vier Sekunden später bremsten sie erneut. Daten des Flugschreibers zeigen nun genauer, was unmittelbar vor dem tödlichen Unfall von Amazon Air in Miami geschah.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
airbus a321 neo lr la compagnie duesseldorf
Die französische Business-Class-Airline steuert erstmals einen deutschen Flughafen an. Ab April 2027 verbindet La Compagnie Düsseldorf mit Newark bei New York.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing 767 mit Amazon-Bemalung: Das Flugzeug schoss über eine Straße hinaus, der Flughafen wurde geschlossen.
Eine Boeing 767 F von 21 Air schoss bei der Landung am Flughafen Miami über das Ende der Piste hinaus und überquerte eine viel befahrene Straße. Aufnahmen zeigen Feuer und schwarzen Rauch am Frachter, der für Amazon Air unterwegs war. Es gibt fünf Verletzte und fünf Tote.
Laura Frommberg
Laura Frommberg