Die in Köln gestrandete Boeing 737 F von Atran: Kann Deutschland nicht mehr verlassen.

Nach Flugverbot in EuropaWo überall russische Flugzeuge gestrandet sind

Mehrere Flugzeuge von russischen Fluggesellschaften sind wegen der Sperrung des Luftraumes in Europa gestrandet - auch in Deutschland und der Schweiz. Liegt das an einer Fehleinschätzung von Aeroflot und Co.?

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Obwohl sie bereits länger in der Luft lag, wurde Aeroflot von der umfassenden Sanktion offensichtlich überrascht. Am Sonntag gab die EU eine umfassende Sperrung ihres Luftraums für alle Flugzeuge aus Russland bekannt. Dennoch waren zu jener Zeit noch Jets der russischen Nationalairline unterwegs auf dem Weg nach Westeuropa.

Das rächte sich. So sitzt beispielsweise ein Airbus A321 von Aeroflot seit Sonntag in Genf fest. Die Maschine mit dem Kennzeichen VP-BOE hätte am Sonntagnachmittag zurück nach Moskau fliegen sollen.

Nicht nur Aeroflot betroffen

Dasselbe Schicksal erlitt ein A320 der mehrheitlich staatlichen Fluggesellschaft, der nach München geflogen war. Das Flugzeug mit dem Kennzeichen VP-BET steht seither geparkt in der bayerischen Hauptstadt und kann nicht mehr wegfliegen. Der Airbus A320 von Aeroflot mit dem Kennzeichen VP-BAC, der nach Düsseldorf hätte fliegen sollen, wurde nach Amsterdam umgeleitet. Er steht seither in der niederländischen Metropole.

Der in Genf gestrandete Airbus A321 von Aeroflot. Bild: Robert Erenstein/aeroTELEGRAPH

Nicht nur Aeroflot ist betroffen. So steht die Boeing 747-8 F mit dem Kennzeichen VP-BIN seit Sonntag planlos in Mailand-Malpensa. Sie gehört der russischen Frachtairline Air Bridge Cargo. Auch die Boeing 737-400 F mit dem Kennzeichen VQ-BVF steckt fest. Die Maschine der Frachtairline Atran flog am Sonntag erst nach Köln und sollte danach nach Lüttich in Belgien weiterfliegen. Das passierte aber nicht. Hinzu kommen die drei in Leipzig/Halle gestrandeten Antonov AN-124 von Volga-Dnepr.

Auch Frachtairline betroffen

Ein Grund, weshalb die russischen Fluggesellschaften die Lage falsch eingeschätzt haben, könnte die Registrierung ihrer Flugzeuge sein. In Russland eingetragene Flieger tragen ein Kennzeichen, das mit RA- beginnt. Doch die meisten Airlines haben ihre Maschinen aus steuerlichen Gründen auf Bermuda eintragen lassen. Deshalb tragen sie Kennzeichen, die mit VP- oder VQ- beginnen.

Allenfalls dachten die Planer der Fluglinien, dass nur in Russland registrierte Flugzeuge vom Boykott betroffen wären. Auffallend ist denn auch, dass Maschinen mit RA-Kennzeichen deutlich früher umkehrten als solche mit VP-Kennzeichen. So drehte der Superjet 100 von Rossiya (Kennzeichen RA-89101) auf dem Weg von St. Peterbsburg nach Wien am Sonntag bereits kurz nach 12 Uhr mittags ab. Der A321 von Aeroflot mit dem Kennzeichen VP-BTR auf dem Weg nach Paris kehrte dagegen erst um 14:30 Uhr um.

Haben Sie noch ein anderes gestrandetes russisches Flugzeug entdeckt? Schreiben Sie uns eine E-Mail an redaktion@aerotelegraph.com.

Mehr zum Thema

Jet von Aeroflot in Genf: Es war eine kurze Reise.

Airbus A321 von Aeroflot steckt in Genf fest

Westjet-Flieger mit ukrainischen Farben.

Zelenskyy: Flughafen von Vinnytsia von den Russen zerstört

Airbus A320 Neo von S7 Airlines: Ab jetzt keine neuen Flieger oder Teile.

EU verbietet Export von Jets und Teilen an russische Airlines

ticker-skyguide

Skyguide: Entscheidung zum Leistungsplan der Schweizer Flugsicherung verzögert sich

Video

copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack
03cb5639-a63e-4644-b420-139634c38344
Die abgelegenste bewohnte Insel der Welt kämpft mit der Angst vor einem Hantavirus-Ausbruch. Nun warf ein britischer Airbus A400 M medizinisches Material über Tristan da Cunha ab – begleitet von Fallschirmjägern und Notfallmedizinern.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin