Knapp schaffte es auch der Flughafen München mit 150.000 Bewegungen in die Top zehn.

Für Flughäfen und AirlinesWie bekommt man einen Iata-Code?

Die kurzen Codes sind in jeder Flugbuchung enthalten. Doch sie zu erhalten, ist gar nicht so einfach. Immerhin stehen sie nicht nur Airlines und Flughäfen zu.

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Egal ob FRA, LHR, LH oder BA, jeder kennt diese Codes von Buchungsportalen, Flugtickets oder gar aus dem Zug. Die Iata-Codes sind oft einfach zu entschlüsseln und ersetzen im Sprachgebrauch schon teilweise den vollen Namen des Flughafens. Wer etwa nach New York fliegt, sagt heutzutage «New York JFK» und nicht «New York John F. Kennedy International Airport».

Neben den dreistelligen Kürzeln der Flughafen gibt es auch die zweistelligen für Airlines. Am häufigsten findet man diese im Zusammenhang mit Flugnummern. So selbsterklärend manche Codes wie AB (Air Berlin) dabei sind, einige lassen sich nur von Kennern identifizieren. Wussten Sie zum Beispiel, dass Tuifly das Kürzel X3 verwendet?

Wo bekommt man diese Codes?

Airlines und Flughäfen können sich diese Codes nicht aussuchen, sie werden vom Airline-Dachverband Iata (International Air Transport Association) vergeben. Damit man so einen Code bekommt, muss man mehrere Voraussetzungen erfüllen. Und man braucht das nötige Kleingeld.

Die Beantragung der Abkürzung ist eigentlich ganz einfach, man erstellt ein Benutzerkonto auf der Website der Iata und beantragt einen Code. Doch Vorsicht: alleine die Beantragung kostet mit 5700 Dollar.

Viele Voraussetzungen

Für die Einschreibung des Codes kommen weitere 15.000 Dollar zusammen, oben drauf dann eine jährliche Summe von rund 13.000 Dollar für die Iata-Mitgliedschaft. Wer die Kosten für den Antrag decken kann, muss nun noch ein paar weitere Hürden auf sich nehmen, damit der Antrag genehmigt wird.

Als Airline ist ein Luftverkehrsbetreiberzeugniss (Englisch: Air Operator Certificate oder AOC) zwingend erforderlich, also die Genehmigung, dass eine Airline Passagiere befördern darf. Als Nächstes muss die Fluglinie einige Firmendokumente zeigen, sowie den Nachweis erbringen, dass man veröffentliche Flugpläne hat und die Planung der Airline nicht nur auf dem Papier existiert.

Straßenschilder als Beweis

Im Gegensatz zu den Airlines kann ein Flughafenbetreiber laut Iata Regeln selbst keinen Code beantragen. Nur die Airlines, die den Flughafen anfliegen, können das tun. Damit ein Flughafen sein Kürzel erhält, braucht es den Beweis, dass Airlines tatsächlich zum besagten Flugplatz fliegen möchten.

Ein Flughafen ohne Verkehr bekommt also keinen Code. Auch muss der Flughafenbetreiber zeigen, dass die Ausstattung stimmt. Damit ist etwa auch die Beschilderung gemeint.

Iata-Codes für Bahnhöfe und Busse

Nicht nur Airlines und Flughäfen können die zwei- und dreistelligen Codes beantragen. Auch Busse, Züge und Fähren, die mit Airlines kooperieren, sowie Bahnhöfe, können einen Code erhalten. Der Hauptbahnhof von Berlin etwa trägt den Iata-Code QWB.

Da mit der Zeit immer weniger Kombinationen für Codes verfügbar sind, werden auch alte Kürzel wiederverwendet. Die ehemalige Bezeichnung AB der Air Berlin wird mittlerweile von der KAP Aircompany aus Kyrgizstan genutzt. Auch die deutsche Sundair, die mit dem Iata Code SR durch Europa fliegt, erbte diesen von der ehemaligen Swissair.

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Der Flughafen London City von oben: Kürzel sind jedem Airport zugeordnet.

Kennen Sie sich mit Flughafen-Kürzeln aus?

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