Modell einer Boeing 737 von Transaero: Die Fluglinie reduziert die Flotte.

Angespannte LageWirtschaftskrise bringt russische Airlines in Not

Die Fluggesellschaften in Russland kämpfen ums Überleben. Das größte Problem für Aeroflot und Co.? Es ist völlig offen, wie lange die Krise noch dauert.

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Russlands Wirtschaft liegt am Boden. Für 2015 erwartet der Internationale Währungsfonds einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 3,4 Prozent. Der tiefe Ölpreis, mangelnde Reformen und die internationalen Sanktionen setzen dem Land zu. Die russischen Fluggesellschaften spüren das: Die Nachfrage nach internationalen Verbindungen ist eingebrochen.

Die Fluglinien setzen stattdessen auf inländische Strecken und geben geleaste Maschinen zurück. Andere haben bestellte Jets storniert oder deren Auslieferung verschoben. Transaero annullierte eine Order für weitere Sukhoi Superjets und ersetze größere Boeings mit deutlich kleineren Airbus 321. Zudem verzögert Russlands zweitgrößte Fluggesellschaft die Auslieferung der bestellten Airbus A380.

Dramatische Situation

Doch das dürfte nach Expertenmeinung nur der Anfang sein, denn Besserung ist kaum in Aussicht. «Russlands drittgrößte Airline Utair ist quasi bankrott, Transaero hat es fast erwischt und auch Aeroflot muss Kapazitäten reduzieren», erklärt Andras Bognar von der britischen Beratungsfirma ICF International laut AIN Online. Die Nationalairline beispielsweise schrieb im ersten Halbjahr 2015 48 Millionen Euro Verlust.

Bereits früher legte die Aeroflot deshalb 43 Flugzeuge oder ein Viertel der Flotte still. Zudem wurden internationale Strecken gestrichen.  «Für viele russische Airlines geht es ums Überleben», so Bognar weiter. «Ihre finanzielle Situation ist dramatisch. Und keiner weiß, wie lange das noch weitergeht.»

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