Boeing 787: Wie viele Flieger haben einen Fehler?

DreamlinerWie groß ist Boeings 787-Problem wirklich?

Acht Boeing 787 müssen zu Boden, weil sie zwei technische Probleme haben. Von nur einem der beiden Fehler könnten dagegen Hunderte Flieger betroffen sein.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Ende August gab Boeing bekannt, dass acht Dreamliner umgehend zu Boden und zur Reparatur müssen. Bei diesen Flugzeugen, zu deren Betreibern United Airlines, Air Canada und Singapore Airlines gehören, kommen zwei Probleme am Übergang von einer zur anderen hinterer Rumpfsektionen zusammen. Offen blieb die Frage, was mit Jets geschieht, bei denen nur eines der Probleme vorliegt, und bei wie vielen Flugzeugen das der Fall ist.

Das erste Problem besteht darin, dass an der Verbindung zwischen zwei hinteren Rumpfsektionen Lücken nicht sachgemäß geschlossen wurden. Boeing bemerkte schon im August 2019, dass man die Auffüllstücke für die Lücken bei manchen Flugzeugen in der falschen Größe produziert hatte. Ein Jahr später fiel dann die zweite Schwierigkeit auf: Die innere Oberflächenstruktur von Verbundwerkstoffteilen in diesem Bereich war bei einigen Jets nicht glatt genug - die Toleranzschwelle von 0,127 Millimetern war überschritten.

Hunderte Flieger betroffen?

Boeing stellte fest, dass bei acht Flugzeugen beide Probleme zusammenkommen. Das kann laut dem Flugzeugbauer dazu führen, dass die betroffene Rumpfsektion maximalen Belastungen nicht standhält. Hat ein Flieger dagegen nur einer der beiden Mängel, ist die Sicherheit im Flug nicht gefährdet. Dennoch könnten auch diese Flugzeuge bei der Wartung künftig womöglich Reparaturen benötigen, schreibt die Seattle Times. Boeing erklärte gegenüber der Zeitung, man habe die entsprechende Analyse noch nicht abgeschlossen.

Zwei Informanten äußerten sich gegenüber dem Magazin Aviation Week zu der Frage, wie viele 787 von einem der beiden Fehler betroffen sei könnten. Einer sagte «viele», der andere sprach gar von «mehreren hundert». Boeing selber wollte sich dazu nicht äußern. Insgesamt wurden bisher 977 Exemplare der 787 gebaut und ausgeliefert. Seit August 2019, als der erste Fehler auffiel, liefen laut Seattle Times alleine 110 Dreamliner vom Band.

Schon einmal bemängelt

Boeing hatte in der Vergangenheit laut Aviation Week schon einmal ein Problem mit der Auffüllung von Lücken bei der 787. Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA nahm den Dreamliner 2014 unter die Lupe, als das Modell wegen eines Problems mit überhitzten Lithium-Ionen-Batterien mehr als 120 Tage am Boden stand. Dabei habe die Behörde damals auch festgestellt, dass sich bei der Produktion und in Ermüdungstests entsprechende Probleme am hinteren Rumpf der 787 gezeigt hätten, so das Magazin.

Mehr zum Thema

Dreamliner-Produktion: Da lief etwas schief.

Boeing zieht acht Dreamliner aus dem Verkehr

United Airlines erhielt im März und April 2021 von Boeing drei Boeing 787-9 mit Motoren von General Electric.

Boeing-Manager setzten 787-Kontrolleure unter Druck

Boeing-787-Endmontage in North Charleston: Kommt durch den Sturm zum Stillstand.

Droht einem Dreamliner-Werk das Aus?

ticker-boeing-787-9

Boeing weist im Juli nur 38 neue Bestellungen aus

Video

Lockheed L-1011  03
In Kenias Hauptstadt Nairobi steht eine 45-jährige Lockheed L-1011 Tristar, die wieder abheben und Fracht transportieren soll. aeroTELEGRAPH sprach mit einem, der an dem Projekt beteiligt ist - und auch eine 57-jährige Douglas DC-8 wieder in die Luft bringen will.
Timo Nowack
Timo Nowack
Comac C919 von China Southern Airlines: Außen fix und innen?
Bislang setzt Shenzhen Airlines ausschließlich auf Airbus und Boeing. Nun möchte die mehr als 200 Flugzeuge starke Air-China-Tochter auch die Comac C919 einsetzen. Interesse gibt es auch von Loong Air. Das Problem: Lieferketten und Produktionsgeschwindigkeit bremsen den chinesischen Hersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
So weist Lufthansa auf die Spielregeln hin: Neues Highspeed-Internet an Bord.
Erstmals hat ein Flugzeug von Lufthansa Passagiere regulär ans Ziel gebracht, in dem das neue Highspeed-Internet installiert ist. Wir waren an Bord und haben das neue Angebot getestet.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin