Patentiertes Designkonzept der Londoner Firma Priestman Goode: Völlig abgeschottet in der Business-Klasse.

Neues PatentWie man störende Sitznachbarn ausblendet

Die frischpatentierten Entwürfe der britischen Design-Firma Priestman Goode machen Privatsphäre zur obersten Priorität für Business-Reisende. In der Branche spekuliert man bereits über zwei potenzielle Kunden.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz
Pilatus Logo

Junior Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz
Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Wer sich an hustendenden, raschelnden oder gar nach Knoblauch riechenden Sitznachbarn stört, für den dürfte die Idee der britischen Designfirma Priestman Goode genau das Richtige sein. Die Designer, die bereits Kabineninnenräume für Fluggesellschaften wie Air France, Qatar Airways und United Airlines gestaltet haben, ließen sich einen Entwurf für private Premium-Kabinen patentieren. Eines der Konzepte zeigt eine Suite, die sich mit einer Gleittür komplett verschließen lässt.

Innerhalb der Kabinen, die mal komplett privat sind und mal halbprivat, lassen sich die Sitze zu flachen Betten umstellen. Jede Suite beinhaltet einen Arbeitstisch sowie Platz für einen großen HD-Bildschirm für Filme oder Fernsehprogramme. Sie sind zickzackförmig verschachtelt, um den Innenraum perfekt auszunutzen. Komplett verschlossene Kabinen sind bislang nur in der First Class zu haben – zum Beispiel bei Emirates, Etihad oder Singapore Airlines. 2014 hatte Priestman Goode im Namen von British Airways ein Design für einen Fischgräte-Premium-Sitz vorgestellt.

Für British oder Qatar Airways?

«Als Design-Studio für Flugzeug-Interieurs arbeiten wir immer an neuen Ideen und lassen unsere Konzepte manchmal patentieren», sagt eine Sprecherin der Londoner Designfirma, «Diese Designs sind nicht für einen spezifischen Kunden gedacht». Brancheninsider spekulieren aber, dass die Konzepte für eine neue Business-Klasse bei British Airways umgesetzt werden könnten.

British Airways dementierte die Gerüchte: «Wir suchen immer nach Wegen, wie wir unsere Produkte und Dienstleistungen verbessern können. Aber wir kommentieren keine Gerüchte oder Spekulationen», so eine Sprecherin. Eine weitere Möglichkeit: Die Sitze könnten für Qatar Airways sein. Deren Chef Akbar Al Baker hatte erst kürzlich angekündigt, eine «Super-Business-Class» in seine neuen Flieger zu bauen, die es mit jeder First Class aufnehmen könne. Man habe sich auch um die Anmeldung entsprechender Patente gekümmert.

Mehr zum Thema

Sitz von Emirates: Er soll mehr Privatsphäre geben als zuvor.

Golfairlines greifen mit «Super-Sitzen» an

So sieht laut der Patentanmeldung die Business Class aus. Passagiere sitzen sich gegenüber - haben aber auch Privatsphäre.

British Airways' revolutionäre Sitze

Boeing zeigt das Flugzeug der Zukunft

Boeing zeigt das Flugzeug der Zukunft

Flug BA919: Der Verlauf der Landeanflüge auf London-Heathrow  am 6. Juli.

Airbus A320 von British Airways bei Anflug kurz vor Strömungsabriss

Video

erste boeing 737 max tarom
Die rumänische Fluglinie steht kurz vor der Übernahme ihrer ersten Boeing 737 Max. Das Flugzeug von Tarom trägt schon seine Bemalung - und die zeigt neue Designelemente.
Timo Nowack
Timo Nowack
fiat panda mailand linate hawker
Ungewöhnlicher Unfall am Flughafen Mailand-Linate: Ein Fiat Panda ist dort ungebremst mit einem rollenden Privatjet kollidiert, wie ein Video einer Überwachungskamera zeigt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Flughafen Pereria: Massive Schäden am Terminal.
Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat im Westen Kolumbiens schwere Zerstörungen angerichtet und mindestens 110 Menschen das Leben gekostet. Auch der Luftverkehr ist betroffen: Sieben Flughäfen mussten ihren Betrieb einstellen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin