Dreamliner von El Al: Wer nicht neben einer Frau sitzen will, muss wieder aussteigen.

El Al reagiertWer nicht neben Frauen sitzen will, darf nicht fliegen

Ab sofort wirft die Airline Passagiere aus dem Flugzeug, die sich weigern, neben Frauen zu sitzen. Dem Umdenken bei El Al ging der Boykottaufruf nach einem Vorfall mit Ultraorthodoxen voraus.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Barak Eilam hatte genug. «Wir machen keine Geschäfte mit Unternehmen, die jemanden aufgrund von Rasse, Geschlecht oder Religion diskriminieren. Wir werden nicht mehr mit El Al fliegen, bis sie ihre diskriminierende Praxis gegenüber Frauen aufgeben», erklärte der Chef von Nice am Montag (25. Juni). Mit 4900 Beschäftigten und einem Umsatz von rund 1 Milliarde Dollar gehört der Softwarekonzern zu den größten Technologieunternehmen Israels.

Auslöser des Boykotts durch Eilam war ein Vorfall von vergangener Woche. Vier ultrareligiöse Männer weigerten sich in New York ihre Sitze einzunehmen,  weil sie dann neben einer Frau gesessen hätten. Es folgten lange Verhandlungen mit der Crew. Aber erst als zwei Passagierinnen bereit waren, ihren Platz zu tauschen, konnte die Maschine von El Al Richtung Tel Aviv starten. Wegen des Vorfalls hatte sie allerdings 75 Minuten Verspätung.

Jeden Zweifel ausräumen

Nice wird trotzdem wieder mit El Al fliegen. Denn kurz nach der Boykottnachricht meldete sich der neue Chef von El Al zu Wort. «Ich ordnete heute eine Verschärfung der Vorschriften an», so Gonen Usishkin in einer Mitteilung. So wolle er jeden Zweifel ausräumen. «In Zukunft wird jeder Passagier umgehend aus dem Flugzeug entfernt, der sich weigert, neben einem anderen Passagier zu sitzen.»

El Al hatte in der Vergangenheit immer wieder Ärger mit Ultraorthodoxen, so genannten Haredi. Letzten November entschied ein Gericht zwar, dass El Al Passagiere nicht mehr wegen ihres Geschlechts umsetzen darf. Trotzdem gab es weiterhin Reklamationen von ultrareligiösen Passagieren. Gelöst werden konnten diese Auseinandersetzungen jeweils nur, wenn Passagiere freiwillig ihren Sitz aufgaben, um einen Sitzplatztausch zu ermöglichen.

Zwei Probleme gelöst

Usishkin löst mit seiner Anordnung gleich zwei Probleme. Er verhindert weitere negative Schlagzeilen. Und er hilft Verspätungen zu verringern. Erst vor wenigen Tagen hat der El-Al-Chef in einem Brief an die Angestellten eine «dramatische Verbesserung der Pünktlichkeit» angemahnt.

Mehr zum Thema

Haredi: Einige weigern sich, neben Frauen zu sitzen.

Ultrareligiöse Passagiere machen El Al erneut Ärger

Ultraorthodoxe Juden in Jersualem: Diskriminierung ist bei El Al unerwünscht – nun auch per Gesetz.

Frauen: 1 - El Al: 0

ticker-el-al-neu2

El Al baut Rückholflüge aus Fernost deutlich aus

ticker-el-al-neu2

Rückholflug von El Al muss wegen Raketenalarm Warteschleife fliegen

Video

amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack
Dassault Falcon 10X: Die Franzosen haben am 10. März das Rollout gefeiert.
Die Entwicklung verzögerte sich immer mehr. Nun hat Dassault endlich ihren neuesten Ultralangstrecken-Businessjet erstmals öffentlich präsentiert. Die Falcon 10X soll mit Geräumigkeit, Reichweite und Geschwindigkeit punkten.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies