Letzte Aktualisierung: 13:24 Uhr

Erster ausländischer Flugkapitän

Wer ist der Deutsche bei Aeroflot?

Klaus-Dieter Rohlfs ist der erste ausländische Pilot in Russland. Was trieb ihn zu Aeroflot und wo arbeitete er bislang? aeroTELEGRAPH fragte nach.

Aeroflot

Klaus Rohlfs in der Uniform von Aeroflot: Seit zehn Jahren Pilot.

Aeroflot-Chef Witali Sawelejew nannte es einen «historischen Tag». Zum ersten mal steuerte letzten Mittwoch (24. September) ein Ausländer ein Flugzeug der russischen Nationalairline – auf einem Flug von Moskau nach Prag. Möglich machte das eine Gesetzesänderung vom Juli, welche das Verbot der Beschäftigung ausländischer Piloten aufhob. Bei Aeroflot bewarben sich in der Folge rund 800 Männer und Frauen. Die meisten stammten aus Deutschland, Italien, Tschechien und Spanien. Vierzig Kandidaten überstanden den Auswahlprozess.

Einer von ihnen ist der Deutsche Klaus Dieter Rohlfs. «Der russische Luftfahrtmarkt hat Potenzial», sagte er bei seiner öffentlichen Präsentation. Die Nachfrage nach Piloten sei groß und der Beruf hochangesehen. Das garantiere eine Zukunft, erklärte der neue Aeroflot-Kapitän seine Motivation weiter. Zudem liege Russland nicht so weit von Deutschland und damit seiner Familie entfernt. Und: «Die Arbeitsbedingungen sind exzellent, viel besser als bei allen anderen Fluggesellschaften der Welt.»

Erfahren auf Airbus A320 und Boeing 737

Doch wer ist der Mann, der so von seinem neuen Job schwärmt? Mehr als seinen Namen und seine Nationalität wusste man bislang nicht über den neuen Vorzeigekapitän von Aeroflot. Erst auf mehrmalige Nachfrage verriet die russische Fluggesellschaft aeroTELEGRAPH dann etwas mehr über Rohlfs. Geboren 1968 in Deutschland, arbeitete er bislang für Hamburg Airways. Dort flog er die letzten zehn Jahre als Pilot Airbus A320 und Boeing 737. In Russland werde der 45-Jährige A320 pilotieren, so ein Sprecher von Aeroflot.



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem oder beleidigendem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.