Bombardier C-Series in Swiss-Farben: Wer fliegt den jet als erster?

Erste BetreiberinSwiss will C-Series nicht als erste

Ende des Jahres sollen die ersten C-Series ausgeliefert werden. Noch immer ist nicht bekannt, welche Fluggesellschaft als erste mit den neuen Bombardier-Jets fliegen wird. Swiss will jedenfalls nicht.

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Schon zwei Mal bekam Bombardier einen Korb. 2011 kaufte Gulf Air 10 C-Series CS100. Die Fluglinie aus Bahrain sagte damals auch gleich zu, erste Betreiberin des neuen Flugzeuges zu werden. Doch später zog sie das Versprechen an die Kanadier wieder zurück. Gulf Air will ihre Flieger inzwischen erst 2018 übernehmen. In die Bresche sprang die schwedische Regionalairlinegruppe BRA Braathens Regional Aviation. Sie hatte ebenfalls 2011 5 C-Series CS100 und 5 CS300 gekauft und sich zudem 10 Optionen gesichert. Sie sagte nach Gulf Air zu, die C-Series als erste in die Luft zu bringen.

Doch vergangenen August sprang auch BRA Braathens Regional ab. Aufgrund einer Überprüfung der Strategie wollen die Schweden inzwischen ihre Flieger ebenfalls erst später. Bombardier stand schon wieder ohne erste Betreiberin da. Und eine neue aufzutreiben war nicht einfach. Erst drei Monate später konnte der Flugzeugbauer endlich vermelden, er habe einen neuen Erstnutzer gefunden. Dieser wird seine C-Series voraussichtlich im Sommer 2015 erhalten.

Swiss hat bereits eine Zwischenlösung gefunden

Doch wer ist diese Fluggesellschaft? Das weiß man bis heute nicht. «Wir überlassen die Bekanntgabe dem Kunden. So war es abgemacht», so eine Sprecherin. Logisch wäre es eigentlich, wenn die Swiss einspringen würde. Sie orderte 30 C-Series CS100 als Ersatz für ihre Avro RJ100 Jumbolino. Je früher sie die kanadischen Flieger bekommt, desto schneller spart sie bei Treibstoff und Wartung.

Doch die Schweizer Lufthansa-Tochter will nicht. «Swiss ist Erstbestellerin, aber nicht Erstnutzerin der C-Series», erklärt eine Sprecherin aeroTELEGRAPH. Dank der jetzigen Rolle hab man auf die Entwicklung des Flugzeuges Einfluss nehmen können. Mehr will die Fluglinie aber nicht. Denn wegen Verzögerungen bei der Auslieferung der C-Series von Bombardier hat die Swiss bereits eine Übergangslösung organisiert und Embraer von Helvetic Airways zugemietet. Der Vertrag läuft bis 2017.

Das Rätselraten geht weiter

Die Frage bleibt deshalb offen: Wer fliegt zuerst mit der C-Series? Nächstes Jahr hätten unter anderen Republic Airways, Korean Air oder Air Baltic ihre Maschinen erhalten sollen. Alle schweigen sie aber noch. Das Rätselraten geht also weiter.

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