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Weltreise

Was eine Boeing 717 von Qantas über Europa zu suchen hat

Eine Boeing 717 von Qantas verließ kürzlich Australien für immer. Seither hat sie eine ziemlich spannende Reise zurückgelegt. Um schließlich bei der Konkurrenz auszuhelfen.

Qantas Link ist die Regionaltochter der australischen Airline. Im Auftrag der Muttergesellschaft fliegt sie innerhalb Australiens. Was also hatte ein Flugzeug von Qantas Link dieser Tage über Europa zu suchen? Der Flugverfolgungsdienst Flightradar 24 machte darauf aufmerksam, dass ein Flugzeug von Qantas Link auf dem Weg von Sofia nach Stavanger war. Nach einer kurzen Pause dort flog es weiter nach Reykjavik.

Es ist nicht irgendein Flugzeug, sondern eines, das man schon als bedrohte Spezies bezeichnen könnte. Denn beim Flieger mit dem Kennzeichen VH-YQV handelt es sich um eine Boeing 717. Neben Qantas Link betreiben weltweit nur noch Delta und Hawaiian Airlines die Mittelstreckenjets, deren Produktion 2006 aufgrund mangelnder Nachfrage eingestellt worden war.

 

Und genau deshalb hat die Boeing 717 am 19. April auch Australien für immer entlassen. Denn ihr Ziel ist Victorville in Kalifornien. Dort wird der Flieger ausgeschlachtet, um Betreiberin Delta als Ersatzteilspender zu dienen.

Bislang acht Stopps

Auf dem Weg in die USA hat die VH-YQV einige spannende Stopps zurückgelegt. Etwa in Surabaya in Indonesien, Kuala Lumpur in Malaysia, Bengaluru in Indien, Al Ain in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Hurghada in Ägypten, Sofia in Bulgarien, Stavanger in Norwegen und Reykjavik in Island. Bevor die Maschine Victorville erreicht, dürfte sie noch weitere Stopps vor sich haben.

Sowohl Delta als auch Qantas ersetzen ihre 717-Flotten durch Airbus A220. Die in Sydney ansässige Fluggesellschaft plant, ihren ersten A220 in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 zu übernehmen.