Am 4. Juli trifft der erste von zwölf Airbus A380 bei British Airways ein. Die Fluglinie bietet im Superjumbo 469 Sitzplätze in vier Klassen an.

Der etwas andere A380

British Airways bekommt im Juli ihren ersten Airbus A380. Im Innern sieht er anders aus, als bei der Konkurrenz. Das hat Kalkül.

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Frank van der Post weiß, was Gäste wünschen. Bevor er vor zwei Jahren zu British Airways wechselte, führte er das Tagesgeschäft der Luxus-Hotelgruppe Jumeirah. Anspruchsvoller können Kunden kaum sein, als die Scheichs und Neureichen, die in Häusern wie dem Burj al Arab in Dubai übernachten. Deshalb warb British Airways den Niederländer vor zwei Jahren ab. Seither leitet er die Abteilung, welche für das Kundenerlebnis zuständig ist. «Wir mussten umdenken. Statt eine Airline zu sein, die Leute von A nach B bringt, müssen wir uns in eine Dienstleistungsanbieterin wandeln für Menschen, die zufällig mit uns von A nach B fliegen», sagte der 51-Jährige einmal der Kundenzeitschrift des Rekrutierungsunternehmens Fraser Giles. Der neue Airbus A380 soll in dieser Verwandlung eine ganz zentrale Rolle spielen.

Am 4. Juli wird der erste Superjumbo von British Airways an der Basis von British Airways in London Heathrow eintreffen. Der zweite soll im September, weitere zehn später nach und nach zur Flotte stoßen. Man werde den A380 anders einsetzen, als andere Fluggesellschaften. Emirates, Lufthansa oder Korean Air packen die Economy-Passagiere ins Unterdeck, die besser zahlenden Gäste dürfen nach oben. Der British-Airways-Manager findet das falsch. Die Passagiere in der Holzklasse würden da logischerweise finden: «Oh schau nur, diese vielen Leute», erklärte er der Zeitung Daily Telegraph.

Noch nicht buchen

Stattdessen will van der Post den Reisenden im A380 eher das Gefühl eines Boutique-Hotels vermitteln. British Airways unterteilte den Riesenflieger deshalb in mehrere kleinere Zonen. Im Unterdeck befinden sich 14 First-, 44 Business- und 199 Economy-Plätze. Im Oberdecke gibt es 53 Business-, 55 Premium-Economy- und nochmals 104 Economy-Sitze. So wirkt keine Klasse überdimensioniert.

Noch ist nicht klar, wann der Erstflug des neuen A380 von British Airways stattfinden wird. «Wir empfehlen Fans noch mich Buchungen zuzuwarten», erklärt die Fluggesellschaft auf ihrer Internetseite. So viel steht aber fest: Als erste Strecken für den Superjumbo wählten die Brite die von London nach Hongkong und die nach Los Angeles. Vor dem Start zum Liniendienst sollen erst intensive Test durchgeführt und die Besatzungen geschult werden.

Klicken Sie sich durch unsere oben stehende Bildstrecke, die Einblick in den A380 von British Airways gibt und schauen Sie das untenstehende Video dazu an.

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