Learjet 35A der GFD: Zieldarsteller im Auftrag der Bundeswehr.

Spezielle Flüge über DeutschlandWieso Learjets komische Muster am Himmel zeichnen

Am Himmel über Deutschland sorgen manche Flugbahnen derzeit für mehr Fragen als Antworten. Um was es dabei geht.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Dass Privatjets für ungewöhnliche Dinge genutzt werden, ist nicht selten. Berichte über Flieger, die allein für den Transport von Haustieren oder zur Lieferung von speziellen Speisen gebucht worden sind, finden sich im Netz zahlreich. Doch es gibt auch ungewöhnliche Einsätze, die einen sinnvollen Zweck haben.

Beinahe täglich lassen sich derzeit über Deutschland Learjets erblicken, die mitunter auch im Doppelpack Kreise sowie Zickzacklinien fliegen. Der Sinn dieser Flüge lässt sich auf den ersten Blick nur schwer erkennen. Auch andere Flugrouten in Europa werfen eher Fragen als Antworten auf. Doch den Piloten ist es in Corona-Zeiten nicht einfach langweilig geworden.

Fliegende Zielscheiben

Ein Blick auf den Ort der Starts und Landungen der Learjets löst das Mysterium schnell auf: Am Flugplatz Hohn in Schleswig Holstein hat das Unternehmen GFD seinen Sitz. Die Firma betreibt eine Flotte von insgesamt 14 Learjets vom Typ 35A und 36A. Der Name der Firma leitet sich ab von Gesellschaft für Flugzieldarstellung: Mit den speziell ausgerüsteten Flugzeugen stellt die Airbus-Tochter Übungsziele für die Bundeswehr dar.

Merkwürdige Kreise über Niedersachsen:  Zwei Learjet der GFD nahe eines Schießplatzes der Bundeswehr bei Meppen.  (Quelle: Flightradar 24)

So üben etwa Radarstellungen mithilfe der Geschäftsflieger das Erfassen von Zielen. Für Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter mimen die Learjets Abfang- oder Angriffsobjekte. Ebenso wird mit den Geschäftsflugzeugen die elektronische Kampfführung mittels Störsignalen (im Fachjargon: Eloka) geübt.

Sogar kanadische Skyhawks und Alpha Jets üben mit

Oftmals finden die Flüge über Truppenübungsplätzen und in Lufträumen statt, die ansonsten für die Bundeswehr reserviert sind. Die GFD ist allerdings nicht die einzige Anbieterin von Zielsimulationen in Deutschland. Mit Basis am Flughafen Kiel-Holtenau fliegen Turboprop-Trainer vom Typ Pilatus PC-9 des Unternehmen E I S Aircraft Turboprop-Trainer Zieldarstellungen für die Bundeswehr.

Der kanadische Anbieter Discovery Air Defence operiert vom Luftwaffenstützpunkt Wittmund in Ostfriesland aus. Er setzt sogar zivil registrierte Kampfjets vom Typ Douglas A-4 Skyhawk und Dornier Alpha Jet für diesen Zweck ein.

Ähnliches Phänomen Kalibrierungsflüge

Ein ähnliches Phänomen sind die Kalibrierungsflüge an Flughäfen, die für ebenso sonderliche Muster führen. Sie finden derzeit tagsüber statt statt wie üblich nachts.

Mehr zum Thema

Beechcraft King Air  von FCS - Flight Calibration Services: Tagsüber im Einsatz.

Die nachtaktiven Flieger wagen sich ans Tageslicht

El Al malt Boeing 747 in den Himmel

El Al malt Boeing 747 in den Himmel

A220 von Swiss tanzt im Himmel Walzer

A220 von Swiss tanzt im Himmel Walzer

ticker-deutschland

Branchenverbände fordern Kurswechsel für Luftfrachtstandort Deutschland

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies