Die Warterei am Flughafen nervt - einen Flug zu verpassen aber auch.

Mathematisches ModellDer ideale Reise-Startzeitpunkt

Sie haben noch nie einen Flug verpasst? Dann verschwenden Sie Zeit. Laut Wissenschaftlern gibt es den idealen Zeitpunkt, um am Airport zu sein.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Die Frage, wann man vor einem Flug am Flughafen sein sollte, lässt sich auf eine einfache Kosten-Nutzenrechnung herunterbrechen, ist der Mathematik-Professor Jordan Ellenberg überzeugt. Denn für viele Menschen habe es einen hohen Wert, nicht unnütz am Flughafen warten zu müssen - andere wollen möglichst das Risiko vermeiden, den Flug zu verpassen. Daher ist die ideale Ankunftszeit am Airport individuell - und lässt sich mathematisch berechnen.

Ellenberg hat dafür eine Formel entwickelt. Dafür verwendet er die Maßeinheit «Util». Eine Stunde Zeit habe beispielsweise den Wert eines Utils. Wer also zwei Stunden vor Abflug am Flughafen ankommt, verliert zwei Utils. Allerdings ist es viel schlimmer, den Flug zu verpassen - etwa sechs Utils. Anhand dieser Annahmen entwickelte Ellenberg drei Szenarien. Option 1: Man kommt zwei Stunden vor Abflug am Flughafen an und hat eine nur zweiprozentige Chance, den Flug zu verpassen. Option 2: Man kommt eineinhalb Stunden vor Abflug an, die Chance, den Flug zu verpassen steigt auf fünf Prozent. Oder Option 3: Man kommt nur eine Stunde vorher an und verpasst seinen Flieger in 15 Prozent der Fälle.

Drei mögliche Szenarien

Nun lässt sich anhand der Einheit Utils errechnen, wie viel Zeit man am Flughafen einplanen sollte. Im ersten Szenario erreicht man einen Wert von -2 Utils, weil man zwei Stunden am Flughafen verbringt. Hinzu kommt anteilig -6 Utils, weil ja die zweiprozentige Chance besteht, den Flug dennoch zu verpassen. Das Ergebnis ist -2,12 Utils. Option 2 schneidet besser ab: -1,5 Utils für die eineinhalb Stunden am Flughafen plus die fünfprozentige Chance, dass man den Flieger verpasst. Das macht -1,8. Bei Option 3 ergibt sich dann ein Wert von 1,9 Utils.

Nach mathematischen Maßstäben sollte man also idealerweise eineinhalb Stunden vor Abflug am Flughafen sein. Allerdings lässt sich das Modell individualisieren: Wem die Warterei am Flughafen besonders auf die Nerven geht, nimmt einen höheren Wert für die vertrödelte Zeit, etwa zehn Utils. Wem allerdings ein verpasster Flug Albträume beschert, der sollte diesen Wert auf beispielsweise 50 Utils korrigieren. So ergeben sich individuell ideale Ankunftszeiten.

Airlines geben Hilfe

Eine Garantie, seinen Flug zu verpassen, gibt es nicht. Schließlich kommen verschiedene Faktoren ins Spiel: der Verkehr auf dem Weg zum Flughafen, die Schlange an der Security oder auch verdächtiges Handgepäck. Viele Airlines haben mittlerweile Charts für Reisende veröffentlicht, die eine Mindestankunftszeit bei beliebten Flughäfen aufführen.

Mehr zum Thema

Vorfeld Flughafen Leipzig/Halle: Der Flughafen belegt beim Flughafencheck Platz 1.

Flughafencheck hat neuen Spitzenreiter und neues Schlusslicht

Grünes Licht aus einem Tower: Lichtsignale können den Funk ersetzen.

Tower half Pilot in Bern mit der Lichtpistole bei der Landung

Schnee am Flughafen München: Hunderte Flüge mussten am ersten Dezemberwochenende gestrichen werden.

Das sind die größten Flughäfen Europas

Ladestation am Flughafen Gatwick: Ladestationen gelten als Hotspot für Noroviren.

Diese Orte an Flughäfen sind besonders mit Noroviren belastet

Video

Airbus A350 von Finnair: Bald eigen Musik an Bord.
Die veränderte Kundenstruktur bringt eine stärkere Markenpositionierung als finnische Airline. Komponist Lari Porra schuf für Finnair eine Klangwelt, die finnische Landschaften und das Reisegefühl musikalisch erlebbar machen soll. So klingt sie.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
pab wingair fujairah airbus a320 neo acj
Bei Airbus in Toulouse ist ein frisch produzierter A320 Neo zu erspähen, dessen Lackierung deutlich macht: Er wird in die Vereinigten Arabischen Emirate gehen. Allerdings nicht zu einer Airline.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a380 qantas sao paolo
Ein Airbus A380 der australischen Airline hat einen Flug nach Brasilien absolviert, der nicht zum Linienflugprogramm von Qantas gehört. Das sorgte für zwei Premieren. Nun gibt es Gerüchte, dass ein Superstar den Superjumbo gemietet haben soll.
Timo Nowack
Timo Nowack