Papst Franziskus: Seine Mitbürger wollen ihn unbedingt sehen.

Franziskus füllt Airline-Kassen

Viele Argentinier wollen zur Amtseinführung ihres Papstes oder zur Ostermesse reisen. Die Flüge nach Rom sind über Wochen so gut wie ausgebucht.

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Er kommt vom «Ende der Welt», wie er selbst sagt. Alleine die reine Flugzeit von seiner Heimat Argentinien bis zu seinem neuen Wohnsitz im Vatikan beträgt fast 13 Stunden. Und entsprechend teuer sind die Tickets. Sie kosten normalerweise um die 1000 Euro. Doch derzeit bezahlt man deutlich mehr. Gleich nachdem weißer Rauch aus der Sixtinischen Kapelle aufgestiegen sei, hätten die Suchanfragen für Flüge nach Rom bereits um einen Fünftel zugenommen, erklärte ein Vertreter des Online-Reisebüros Despegar der argentinischen Zeitung Clarin. Seit der Bekanntgabe der Wahl eines argentinischen Pontifex brach in Argentinien eine wahre Papamania aus. Viele Landsleute wollen nun dabei sein, wenn Jorge Mario Bergoglio offiziell in sein Amt eingeführt wird oder wenn er an Ostern die Messe liest.

Die Direktflüge vor der Amtseinführung am Dienstag (19. März) sind praktisch alle ausgebucht. Selbst die wenigen verbleibenden Economytickets kosten inzwischen mehr als 2500 Euro. Und auch die Flüge bis Ostern sind inzwischen schon randvoll. Das freut Aerolineas Argentinas und Alitalia. Die argentinische Nationalairline fliegt vier mal wöchentlich nach Rom. Die italienische Fluglinie bietet die Strecke täglich an. Auch Umsteigeverbindungen füllen sich laufend mehr.

Spenden statt fliegen

Der neue Papst selbst hat wenig Freude daran. Er bat seine Landsleute nach seiner Wahl, nicht nach Rom zu fliegen. Die Reise sei lang und teuer. Das Geld für das Ticket solle man lieber den Armen spenden. «Habt Geduld, er wird nach Argentinien kommen», erklärte Carlos Accaputo von der Erzdiözese Buenos Aires im Auftrag von Franziskus gegenüber der Nachrichtenagentur Dyn. Zugleich ließ der neue Pontifex ausrichten, auch die Provinzgouverneuere sollten nicht anreisen und die Ausgaben stattdessen für Sozialprogramme in ihren Regionen ausgeben.

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