Der Flughafen von Ciudad Real: mit privatem Geld und Subventionen erbaut.

Flughafen ohne Flüge

Drei Jahre nach Eröffnung steht der Flughafen von Ciudad Real vor dem Aus. Nun hat der Airport den letzten Kunden verloren.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Am 29. Oktober ist endgültig Schluss. Dann verlässt die spanische Vueling als letzte Fluggesellschaft den Aeropuerto de Ciudad Real. Sie kehrt dem 190 Kilometer von Madrid entfernten Flughafen «aus Rentabilitätsgründen» den Rücken, wie sie verlauten ließ. Schuld dran seien der «hohe Kerosinpreis und die schwache Verfassung der spanischen Wirtschaft». Zuletzt hatte Vueling von Ciudad Real aus noch am vergangenen Dienstag und Samstag Barcelona und Palma de Mallorca bedient.

Vueling hatte in Ciudad Real alles versucht. Noch vor zwei Monaten strich man die Flüge nach Paris und flog stattdessen nach Mallorca. Es brachte nichts. Auch die neue Route sei nicht besser gelaufen, so die Airline. Mit dem Rückzug von Vueling verliert der Flughafen Ciudad Real seinen letzten Kunden und seine letzten Flüge. Er wird endgültig zum Geisterflughafen (aeroTELEGRAPH berichtete).

Immer weniger Passagiere

Die Probleme von CQM, so der Iata-Code des Airports, sind nicht neu. Seit Juni 2010 konnte die Flughafenbetreiberin CR Aeropuertos die Zinszahlungen auf den riesigen Baukrediten nicht mehr begleichen. Inzwischen betragen die Rückstände gemäß der Zeitung El Mundo bereits 290 Millionen Euro. Die Baukosten des Projekts hatten 1,1 Milliarden Euro betragen.

Die Geschichte von Ciudad Real ist das wohl letzte Kapitel einer Geschichte, wie sie nur der spanische Aufbruch der Neunzigerjahre und die Krise seit 2010 schreiben können. Er war als Alternative zum chronisch überlasteten Madrid-Barajas geplant. Der Flughafen wurde groß angelegt. Eine Piste von 4000 Metern, die 17 Flugbewegungen pro Stunde erlaubt; ein Terminal, das drei Millionen Passagiere pro Jahr abfertigen kann; ein großer Frachtbereich. Doch 2009 flogen noch 54'000 Passagiere via Ciudad Real. 2010 waren es nur noch 35'000 und im laufenden Jahr sind im ersten Halbjahr gerade noch 12'000 Menschen im Aeropuerto Central de Ciudad Real ein- oder ausgestiegen.

Video

Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack