Frachter der Zukunft: So stellt sich Volga-Dnepr die Ruslan-Nachfolgerin vor.

Antonov An-124Volga-Dnepr drängt auf Ruslan-Nachfolger

Für viele Transporte ist die Antonov An-124 alternativlos. Doch das Flugzeug kommt in die Jahre. Betreiber Volga-Dnepr sucht Partner für ein Nachfolgemodell.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Russlands größte Frachtgruppe Volga-Dnepr arbeitet nicht nur an der Modernisierung der Antonov-An-124-Flotte, sondern lotet auch die Möglichkeiten eines Nachfolgemodells für das sowjetische Transportflugzeug aus. Das Ziel: Ein schwerer Frachter, der technisch und wirtschaftlich 35 bis 40 Prozent mehr Effizienz bringt als die An-124, wie das Fachblatt Russian Aviation Insider berichtet.

Laut Volga-Dnepr gibt es einen Markt für ein Frachtflugzeug mit 150 bis 170 Tonnen Nutzlast und einer Reichweite von 10.000 Kilometern. «Das weltweite Wachstum in den Industrien Luftfahrt, Bergbau und Ölförderung deutet darauf, dass der Bedarf nach überdimensionierten Transporten künftig nach oben zeigen wird», so Volga-Dnepr-Chef Mikhail Smirnykh. Die Zukunft seines Unternehmens sieht er denn auch vor allem als Cargodienstleister für die Luftfahrtindustrie, wo langfristige Verträge mit Boeing, Airbus, Rolls-Royce, Spirit und weiteren Firmen bestehen.

Einsatz bis 2070

Victor Tolmachev, der Chefdesigner der An-124 und heutige technische Direktor bei Volga-Dnepr, hat klare Vorstellungen, für den neuen Flieger. «Das Flugzeug, das Ruslan irgendwann ersetzen wird, muss revolutionäre Neuerungen bringen», sagte er zu Russian Aviation Insider. Kein Wunder: Die ersten Exemplare des neuen Frachters sollen bis ins Jahr 2070 im Einsatz stehen.

Volga-Dnepr kann die in den 1980er-Jahren eingeführten An-124 noch bis spätestens 2040 nutzen, erwarten Analysten. Das Beratungsunternehmen EY schrieb schon vor Jahren, dass Volga-Dnepr 40 bis 100 neue Flugzeuge braucht, um im Markt der superschweren Transporte bestehen zu können. Laut Tolmachev sollte die Planung deshalb bald beginnen.

Führender Anbieter

Vor allem der Autopilot und die Triebwerke müssten neu entwickelt werden, um den Ansprüchen in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden. Zwar seien die sowjetischen D-18-Triebwerke der An-124 zu ihrer Zeit sehr gut gewesen. Für das neue Flugzeug wünscht sich Tolmachev aber einen ähnlichen Antrieb wie das Genx-2B67 von General Electrics bei der Boeing 747-8.

Die Frachtgruppe Volga-Dnepr ist der weltweit führende Anbieter von Schwer- und Großluftfrachttransporten. Mit zwölf Flugzeugen sind die Russen der wichtigste Betreiber der An-124. Ende 2016 beendete die Firma aus politischen Gründen die Zusammenarbeit mit der Fluggesellschaft des ukrainischen Flugzeugbauers Antonov.

Suche nach westlichem Partner

Vor der Ukraine-Krise wollten die beiden Firmen die An-124 gemeinsam weiterentwickeln. Daraus wird nun nichts. Boris Rybak vom Beratungsunternehmen Infomost glaubt dennoch, dass kein Hersteller die Aufgabe eines An-124-Ersatzes selber stemmen kann. Nur die Kombination des Know-hows von Volga-Dnepr im Transportbusiness mit den technischen und organisatorischen Fähigkeiten westlicher und insbesondere amerikanischer Firmen sei erfolgsversprechend.

Mehr zum Thema

An-225 mit Raumfähre: Keine Teile mehr aus Russland für Antonov.

Antonov kann keine Flugzeuge mehr bauen

Die Antonov An-124 wurde von Chefdesigner Viktor Tolmachev entworfen.

Volga-Dnepr beendet Joint Venture mit Antonov

Flugzeuge in der Wartungshalle von Ural Airlines: Die Airline will die Lebenszyklen ihrer Flotte deutlich verlängern.

Ural Airlines will ihre A320 über 20.000 Stunden länger fliegen lassen als von Airbus vorgesehen

Bombardier Global 6000 von Swiss Private Jet: Landete plötzlich in Russland.

Schweizer Bombardier Global 6000 fliegt nach Umweg über Oman mit russischem Kennzeichen

Video

pab wingair fujairah airbus a320 neo acj
Bei Airbus in Toulouse ist ein frisch produzierter A320 Neo zu erspähen, dessen Lackierung deutlich macht: Er wird in die Vereinigten Arabischen Emirate gehen. Allerdings nicht zu einer Airline.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a380 qantas sao paolo
Ein Airbus A380 der australischen Airline hat einen Flug nach Brasilien absolviert, der nicht zum Linienflugprogramm von Qantas gehört. Das sorgte für zwei Premieren. Nun gibt es Gerüchte, dass ein Superstar den Superjumbo gemietet haben soll.
Timo Nowack
Timo Nowack
delta dl1992 guadalajara airnav radar
Nach dem Tod eines berüchtigten Drogenbosses in Mexiko gibt es Unruhen, besonders im Bundesstaat Jalisco. Das hat auch Folgen für den Luftverkehr, besonders zwei größere Flughäfen sind betroffen.
Timo Nowack
Timo Nowack