Die Antonov An-124 wurde von Chefdesigner Viktor Tolmachev entworfen.

Wenig HoffnungVolga-Dnepr beendet Joint Venture mit Antonov

Die beiden wichtigsten Betreiber der Antonov An-124 gehen nach zehn Jahren getrennte Wege. Hintergrund ist der Konflikt in der Ukraine. Auf dem Spiel steht auch die Zukunft des Frachtflugzeugs.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Die russische Frachtgruppe Volga-Dnepr und die Fluggesellschaft des ukrainischen Flugzeugbauers Antonov trennen sich. Sie beenden auf Ende 2016 ihr Gemeinschaftsunternehmen Ruslan International. Die zehnjährige Zusammenarbeit fällt dem politischen Konflikt der beiden Länder zum Opfer.

Ruslan International betreibt heute fast alle zivil genutzten Antonov An-124. In das Joint Venture hatten Volga-Dnepr und Antonov seit 2006 ihre An-124-Flotten eingebracht und gemeinsam vermarktet.  In Zukunft werden die 12 Maschinen von Volga-Dnepr und die 7 Flieger von Antonov wieder alleine um Kunden kämpfen. Das sowjetische Transportflugzeug ist aufgrund seiner sehr hohen Nutzlast, des robusten Fahrwerks und der einfachen Be- und Entladung weltweit als Frachter im Charterverkehr gefragt.

Weltweit gefragt

«Wir möchten uns bei Antonov für die Partnerschaft bedanken und wollen im Bereich der Technik weiterhin zusammenarbeiten», erklärt ein Manager des weltweit führenden Anbieters von Schwer- und Großfrachtflügen Volga-Dnepr. Doch auch die gewünschte Kooperation bei der Wartung und möglichen Weiterentwicklung sei ein kompliziertes Unterfangen, schreibt das Beratungsunternehmen Airinsight.

Während Antonov eine neue Version der An-124 herausbringen möchte – und dafür unter anderem auch westliche Partner in Betracht zog – plante Russland die Wiederaufnahme der Produktion im russischen Uljanovsk. Volga-Dnepr dagegen lässt im Moment eine Maschine bei Marshall Aerospace in England modifizieren und überlegte sich auch eine An-124-Produktion im eigenen Wartungsbetrieb in Deutschland.

Viele Hindernisse

Das Problem: Zu Sowjetzeiten wurden die Flugzeuge zwar in der damaligen Teilrepublik Ukraine zusammengebaut und auch der Rumpf und die Triebwerke kamen aus der Ukraine. Die anderen Teile stammten aber fast ausschließlich aus Russland. Für eine echte Neuauflage der An-124 müssten beide Länder zusammenarbeiten, was in der aktuellen politischen Situation ein Ding der Unmöglichkeit ist.

Für Airinsight gäbe es noch einen andere Möglichkeit. Solange sich die Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland nicht verbesserten, bräuchten die beiden An-124-Betreiber einen Mittelsmann. In der Poleposition für diese Rolle sieht die Beratungsfirma Marshall Aerospace.

Mehr zum Thema

An-225 mit Raumfähre: Keine Teile mehr aus Russland für Antonov.

Antonov kann keine Flugzeuge mehr bauen

Antonov An-124 von Volga-Dnepr: Kanada hat ein Exemplar konfisziert und will das Geld aus dem Verkauf für den Wiederaufbau der Ukraine nutzen.

Volga-Dnepr will jetzt 100 Millionen Dollar von Kanada

Antonov An-124: Spezialistin für übergroße und schwere Fracht.

Airbus leitet europäische Suche nach Alternative für Antonov An-124

Antonov An-124 von Volga-Dnepr: Kanada hat ein Exemplar konfisziert und will das Geld aus dem Verkauf für den Wiederaufbau der Ukraine nutzen.

Kanada konfisziert gestrandete Antonov An-124

Video

Die Landung der saudischen Boeing 787 in Funchal: ungewöhnlicher Gast auf Madeira.
Langstreckenjets sind am Flughafen von Madeira seltene Gäste. Nun gab es eine Premiere: Eine Boeing 787 der saudischen Regierung landete in Funchal. An Bord sollen sich Mitglieder der Königsfamilie befunden haben.
Redaktion
fedex express boeing 777 f rosie
Der Flughafen Memphis trägt nun den Namen von Fedex-Gründer Frederick Wallace Smith. Die erste Landung nach der Umbenennung absolvierte eine Boeing 777 F mit ganz besonderer Bemalung.
Timo Nowack
Timo Nowack
iberia sonnenfinsternis
Die Sonnenfinsternis hielten die Menschen an vielen Orten in Europa in Atem. Iberia beobachtete sie von einem Airbus A321 XLR aus - und hielt das im Video fest.
Timo Nowack
Timo Nowack