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Vietnam Airlines, Jetstar Pacific und Vietjet

Vietnam macht Airbus glücklich

Der europäische Flugzeugbauer sammelt Bestellungen über 6,5 Milliarden Dollar aus Vietnam ein. Vietnam Airlines, Jetstar Pacific und Vietjet ordern A320, A321 und A350.

Airbus

Fensterpartie eines Airbus A350 von Vietnam Airlines: Die Airline ordert mehr Exemplare.

Merke: Wenn Staatschefs reisen, warten sie gerne mit frohen Botschaften auf. So auch François Hollande, dessen Amtszeit von Anfang an unter keinem glücklichen Stern stand. Derzeit bereist der französische Präsident gerade Vietnam. Und siehe da – in seinem Beisein wurden am Dienstag (6. September) in Hanoi Aufträge für Airbus im Wert von 6,5 Milliarden Dollar unterzeichnet.

Der europäische Flugzeugbauer kann 10 weitere Airbus A350-900 an die Nationalairline Vietnam Airlines liefern. Die Fluglinie hatte bereits 2007 10 Stück geordert, vier Exemplare wurden bereits ausgeliefert. Mit den weiteren Langstreckenfliegern will Vietnam Airlines von Ho Chi Minh City neue USA-Ziele erschließen – zuerst Los Angeles. Ihre Tochtergesellschaft Jetstar Pacific kauft gleichzeitig 10 weitere A320. Damit wurde die Absichtserklärung vom vergangenen Juli in eine feste Order umgewandelt. Die Kurz- und Mittelstreckenmaschinen werden 2017 ausgeliefert.

Auch private Airlines kaufen ein

Nicht nur staatliche Airlines kaufen ein, sondern auch der einzige private Anbieter des Landes. Vietjet ordert weitere 20 Airbus A321, 10 Stück betreffen die heutige Version A321 und 10 Stück die neue A321 Neo. Sie sollen zwischen 2017 und 2020 ausgeliefert werden. Vergangenes Jahr hatte die Fluglinie bereits 30 A321 geordert, im Mai hatte Vietjet Air zudem bekanntgegeben 100 Boeing 737 Max 200 zu bestellen. Derzeit besteht die Flotte aus 36 A320 und A321.

Der Orderregen kommt nicht von ungefähr. Für Vietnam wird im laufenden Jahr ein Passagierwachstum von 19 Prozent prognostiziert. Das Land gehört inzwischen zu den zwanzig größten Inlandsmärkten. Hinzu kommen die ebenfalls zunehmenden Auslandsverbindungen. Möglich macht das die florierende Wirtschaft, die dieses und nächstes Jahr mit rund 6,5 Prozent wachsen soll.



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