Internet an BordSo gut ist das Wifi von Lufthansa

Schon bald will Lufthansa auf der kompletten Flotte Internet anbieten – und wirbt mit der hohen Qualität des Netzes. Zu Recht? aeroTELEGRAPH hat das Wifi getestet.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Lufthansa bietet ab kommender Woche auch auf Kurz- und Mittelstrecken Internet an Bord an. Fünf Flugzeuge sind zu Testzwecken bereits jetzt online. aeroTELEGRAPH konnte den neuen Service auf einem Flug von München nach Hamburg testen. Wie gut ist das Angebot wirklich, das «grenzenlose Freiheit über den Wolken» verspricht?

Die Wifi-Verbindung zum Lufthansa-Netz Flynet funktioniert tadellos. Auf dem Willkommens-Bildschirm erscheint eine Schaltfläche: Internet Access. Die Verbindung mit dem Netz dauert inklusive der Anmeldung bei der Deutschen Telekom etwa eine Minute. Dann folgt die Meldung: «You are online». In einem Airbus A319. Auf 10'000 Metern Höhe.

Texten, surfen, streamen

Der Aufruf unserer eigenen Webseite dauert mit einem handelsüblichen iPad einige Sekunden. Mit dem Hintergedanken, dass man in einem Flugzeug sitzt, stört diese Ladezeit nicht. Auch Videos auf Youtube laden überraschend schnell. Der neue Musikclip von Ed Sheeran läuft ruckelfrei und buffert ohne Probleme. Die Serien- und Filmeplattform Netflix des Kollegen nebenan funktioniert ebenfalls einwandfrei. Beim Versenden von Whatsapp-Nachrichten und E-Mails spürt man keinen Unterschied zur Verbindung am Boden.

Drei Speedtests während des Flugs zeigen im Durchschnitt einen Downloadwert von 10 Megabits pro Sekunde und einen Uploadwert von 2 Megabits pro Sekunde. Das ist richtig Breitband. Aber: Dabei gilt es zu beachten, dass auf dem Testflug nur 11 von gut 120 Passagieren das Internet nutzten. Mit mehr Nutzern pro Flug könnten diese Werte sinken.

Fixpreise pro Flug

Da eine Abrechnung nach verbrauchten Megabytes für den Passagier schwierig einzuschätzen ist, hat sich Lufthansa für Fixpreise entschieden. Für das Messaging-Paket (Whatsapp, iMessage, E-Mails) fallen 3 Euro pro Flug an. Beim Tarif mit Internet-Surf-Möglichkeit sind es 7 Euro. Für 12 Euro ist es möglich Streaming-Dienste wie Netflix zu nutzen.

Insgesamt sollen bei Lufthansa bis nächste Woche 20 Flugzeuge der A320-Familie mit Internet ausgerüstet sein. Bis voraussichtlich Mitte 2018 ist dann die gesamte A320-Flotte online.  Bei Austrian Airlines sollen es sogar alle 31 Flugzeuge aus der Europaflotte sein. Passagiere der Swiss müssen sich für Internet auf Kurzstrecken noch bis 2018 gedulden.

Neues Satellitennetzwerk

Die Lufthansa setzt für ihr Breitband-Internet auf der Kurzstrecke auf die Firma Inmarsat. Diese betreibt mittlerweile ein Netzwerk von drei Satelliten, welche ausschließlich für die weltweite Internetversorgung von Flugzeugen zuständig sind. Dies ist ein Novum. Außerdem soll eine neue Übertragungsfrequenz Ka Band für eine störungsfreie Verbindung zwischen Satellit und Flugzeug sorgen.

Im aeroTELEGRAPH-Test ist dies gelungen. Sehen Sie Details im oben stehenden Video.

Das Flugticket für diesen Test wurde von Inmarsat zur Verfügung gestellt. Die Tester von aeroTELEGRAPH hatten bei ihrem Urteil trotzdem freie Hand. Das Unternehmen nahm weder Einfluss auf den Inhalt des Artikels noch stellte sie irgendwelche Bedingungen. Das würde dem Verhaltenskodex von aeroTELEGRAPH widersprechen.

Mehr zum Thema

Nachricht vom Himmel: Das ist bei Lufthansa und Co. auch auf kürzeren Strecken künftig möglich.

Für drei Euro Nachrichten aus dem Flugzeug versenden

ticker-lufthansa

Lufthansa schickt zum Oktoberfest neue Trachtencrew auf Reisen

ticker-lufthansa

Lufthansa Cargo führt Notfallservice für besonders dringende Sendungen ein

ticker-lufthansa

Lufthansa Technik versorgt Uzbekistan Airways bis 2035 mit Ersatzteilen

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier