Neuer Recaro-Sitz X-Tend: Soll im Airbus A320 Neo ...

Produkt von RecaroNeuer Sitz macht 194 Plätze im Airbus A320 Neo möglich

Billigairlines fliegen mit bis zu 188 Sitzen im Airbus A320 Neo. Künftig sollen 194 Plätze möglich werden, auch durch einen neuen Sitz des deutschen Herstellers Recaro.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Wer im Flugzeug am Notausgang sitzt, kann sich über mehr Beinfreiheit freuen. Der Grund: Der im Notfall so wichtige Weg muss mindestens 13 Zoll oder 33 Zentimeter breit sein, wodurch der Abstand zum Vordersitz größer ist als in anderen Sitzreihen.

Während Fluggäste sich über mehr Platz freuen, bedeutet er für Airlines, dass sie weniger Reisende im Flieger unterbringen können. Doch der deutsche Sitzhersteller Recaro stellt nun einen Sitz vor, der Fluggesellschaften bei dieser Herausforderung helfen soll.

Vorderer Teil klappt automatisch nach unten

Der X-Tend-Sitz ist für die Economy Class von Kurz- und Mittelstreckenjets von Airbus konzipiert und wird an den Notausgängen über den Flügeln eingesetzt. Er funktioniert so: Der vordere Teil der Sitzfläche klappt automatisch nach unten, wenn der Reisende aufsteht. Wenn der Fluggast sich wieder setzt, etwa nach einem Gang zur Toilette, muss er den umgeklappten Teil der Sitzfläche nach oben bewegen, wo dieser automatisch einrastet.

«Das Ganze funktioniert durch einen Mechanismus unter der Sitzpfanne», erklärt Recaro-Produkt-Manager Julian Lohwasser. Weitere technische Details will er nicht verraten.

Maximum von 194 Plätzen wird erreichbar

Durch den Sitz wird es möglich, dass Fluggesellschaften auch an diesen Notausgängen engere Sitzabstände als bisher wählen, zugleich aber genug Platz vorhanden ist, um die Vorgaben der Luftfahrtbehörden zu erfüllen. So erhöhe sich die Passagierkapazität eines A320 Neo auf 194, so Recaro. Denn durch die Veränderung bei den Notausgang-Reihen entstehe Platz für vier zusätzliche Sitze in 2-2-Konfiguration hinten im Flugzeug.

Wer auf die Webseite von Airbus schaut, findet dort bereits jetzt 194 als maximale Sitzplatzkapazität für den A320 Neo an. Laut Recaro macht es der X-Tend-Sitz möglich, dieses Maximum wirklich zu erreichen. Zusätzlich sind allerdings noch weitere Änderungen in der Kabine nötig, an der Bordküche und einer Trennwand.

Cebu Pacific fliegt mit 188 Sitzen

Zum Vergleich: Cebu Pacific von den Philippinen, die bekannt ist für ihre enge Bestuhlung, fliegt den A320 Neo aktuell mit 188 Sitzen. Bei Easyjet sind es 186 Plätze.

Noch kann der X-Tend-Sitz nicht ausgeliefert werden. «Die Zertifizierung läuft und wir befinden uns in Gespräch mit potenziellen Kunden», erklärt Lohwasser.

Erweitert wird die Kapazität des Jets

Der Name X-Tend bezieht sich auf das englische Verb «extend», was «erweitern» bedeutet. Allerdings wird die Sitzfläche eher aufgeteilt und abgeklappt als erweitert. Bezieht man den Namen aber auf die Sitzkapazität des Jets, ist er passend.

Dieses Video zeigt, wie der X-Tend funktioniert:

Mehr zum Thema

Recaro CL3710: Lufthansa und Swiss ...

Lufthansa und Swiss bekommen 24.000 Sitze von Recaro

Recaro liefert künftig Sitze für Embraer E1 und E2

Recaro liefert künftig Sitze für Embraer E1 und E2

Project Sunrise: Recaro liefert Qantas die Economy-Sitze für die Airbus A350 ULR

Project Sunrise: Recaro liefert Qantas die Economy-Sitze für die Airbus A350 ULR

ticker-airbus-konzern-

Alleima liefert künftig auch Titanrohre für Airbus-Programme

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack