A319 von Sichuan AirlinesDas Dé­jà-vu mit Flug BA5390

Nachdem die Cockpitscheibe barst, wurde ein Kopilot von Sichuan Airlines halb aus dem Fenster gesaugt. Das erinnert an einen legendären Zwischenfall von 1990.

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«Es gab kein Warnzeichen», erzählt Liu Chuanjian. Plötzlich habe ein ohrenbetäubender Lärm geherrscht und es sei kalt geworden. Als er nach rechts geblickt habe, sei die Cockpitscheibe nicht mehr dagwesen, so der Pilot von Flug 3U8633 von Sichuan Airlines gegenüber der Zeitung Chengdu Economic Daily.

Der Airbus A319 von Sichuan Airlines musste am Montag (14. Mai) im chinesischen Chengdu notlanden, nachdem es zu einem plötzlichen Druckabfall gekommen war. «Die Scheibe barst, dann gab es einen lauten Knall», so Liu. Alles im Cockpit sei danach in der Luft umhergeflattert, so der Pilot. Der A319 habe heftig vibriert, er habe die Instrumente nicht mehr richtig lesen können. «Ich konnte den Funk nicht mehr verstehen, so laut war es.»

Schnittwunden und Verstauchung

Sein Kopilot wurde beim Zwischenfall «halb aus dem Fenster gesaugt», wie Liu dem Blatt erzählte. Nur der Gurt hielt ihn zurück. Er erlitt dabei Schnittwunden und eine Verstauchung des Handgelenks. Der Vorfall von Flug 3U8633 erinnert an den von Flug BA5390 vom 10. Juni 1990.

Die BAC 1-11 von British Airways flog Birmingham nach Málaga als während des Fluges eine Cockpitscheibe aus der Verankerung gerissen wurde. Der 42-jährige Flugkapitän hatte sich zuvor gerade abgeschnallt und wurde durch den Druck durchs Fenster gesaugt. Mit den Füßen verfing er sich jedoch in der Steuersäule, was verhinderte, dass er vollständig herausgesaugt wurde.

Erfolgreiche Landung

Nur weil der Purser ins Cockpit und ein Flugbegleiter eilten und den Kapitän festhielten, konnte Schimmeres verhindert werden. Sie konnten den Kapitän ins Cockpit zurückziehen. Er hatte sich bei seinem Ausflug Knochenbrüche, Prellungen und Erfrierungen zugezogen. Er überlebte aber. Der Kopilot konnte die BAC 1-11 landen. Kein Passagier kam zu Schaden.

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