Trümmer von Flug PS752.

Unglücksflug PS752 von Ukraine International107-Grad-Fehler führte zu Abschuss der Boeing 737

Die iranischen Behörden haben den zweiten Zwischenbericht zum Abschuss der Boeing 737 von Ukraine International veröffentlicht. Eine tragische Verkettung von Fehlern führte zum Unglück.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Die erste Unfallanalyse kam schnell. Kurz nachdem die Boeing 737-800 von Ukraine International bei Teheran am 8. Januar abstürzte, hieß es aus iranischen Quellen, ein technisches Problem sei schuld. Drei Tage später gab der Iran dann zu, dass dem Tod aller 176 Passagiere und Besatzungsmitglieder von Flug PS752 ein tragisches Versehen zugrunde liegt. Die Passagiermaschine wurde abgeschossen.

Am Sonntag (12. Juli) hat die Civil Aviation Organization of the Islamic Republic of Iran ihren zweiten Zwischenbericht zu Unglücksflug PS752 veröffentlicht. Er zeigt eine tragische Verkettung von Fehlern auf, die zum versehentlichen Abschuss der Boeing 737-800 von Ukraine International führten. Hinzu kommt eine große Hektik in jener Nacht. Die USA hatten wenige Stunden zuvor iranische Ziele im Irak angegriffen. Und im Iran befürchtete man, es könnten auch Ziele im Inland bombardiert werden.

Abweichung von 107 Grad

In diesem aufgeheizten Umfeld wurde eine Fliegerabwehrkanone in Teheran verlegt. Bei der Neupositionierung machten die Soldaten aber einen Fehler. Sie stellten Norden falsch ein und erhielten so eine Abweichung von 107 Grad. Das wurde Flug PS752 zum Verhängnis.

Um 6:43 Uhr machte der Betreiber des Geschützes ein Ziel aus, dass sich aus Südwesten Richtung Teheran näherte. In Wahrheit war es die Boeing 737 von Ukraine International, die sich vom Imam Khomeini International Airport kommend Richtung Nordwesten wegbewegte. Der Geschützbetreiber meldete seine Beobachtung der Kommandozentrale. Diese Nachricht kam dort aber nicht an, wie es im Bericht der iranischen Luftfahrtbehörde heißt.

Feuer trotz fehlendem Feuerbefehl

Der Betreiber des Geschützes analysierte die vorhandenen Informationen und stufte das entdeckte Objekt als Gefahr ein. Auch hier bemerket er nicht, dass es sich um ein Passagierflugzeug handelte. Um 06:44:41 Uhr drückte er ab. Er schickte damit eine Rakete Richtung Boeing 737 los. Das war eine Zuwiderhandlung gegenüber den militärischen Vorschriften. Solange kein Feuerbefehl von der Kommandozentrale vorliegt, darf der Geschützbetreiber nicht feuern.

Weil das Ziel scheinbar weiterhin Richtung Teheran flog, feuerte der Betreiber 30 Sekunden später eine zweite Rakete ab. Die Maschine von Ukraine International drehte nun nach rechts ab. Eine Minute später brach ein Feuer aus. Und nochmals 2:12 Minuten später stürzte sie auf einen Spielplatz im Quartier Khalajabad. Durch den Aufprall kam es zu einer Explosion. Alle Insassen waren sofort tot.

Den Zwischenbericht der Civil Aviation Organization of the Islamic Republic of Iran zu Unglücksflug PS752 können Sie hier herunterladen.

Mehr zum Thema

Zwei Raketen trafen Boeing 737 von Ukraine International

Zwei Raketen trafen Boeing 737 von Ukraine International

Iran gibt Abschuss der Boeing 737 zu

Iran gibt Abschuss der Boeing 737 zu

Acht Flüge starteten direkt vor Abschuss der Boeing 737

Acht Flüge starteten direkt vor Abschuss der Boeing 737

boeing produktion (3)

Boeing triumphiert bei den Bestellungen, Airbus bei den Auslieferungen

Video

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack