Das Verteidigungsministerium in Washington, das neuerdings Kriegsministerium heißt, hat am Donnerstag (22. Oktober) eine wegweisende Rahmenvereinbarung über den Kauf von mindestens 850 Lockheed Martin F-35 Lightning II getroffen. Für den amerikanischen Rüstungskonzern ist es ein Rekordauftrag: Noch nie seit dem Start des Programms im Oktober 2001 wurde ein Abkommen dieser Größenordnung geschlossen.
«Dieser mehrjährige Rahmen stärkt die Art und Weise, wie wir im F-35-Programm planen und investieren können», erklärte Konzernchef Jim Taiclet. Der Auftrag des Pentagon umfasst nicht nur die Kampfflugzeuge selbst, sondern auch Ersatzteile und Instandhaltungsleistungen für jeden einzelnen der Mehrzweck-Tarnkappenjets.
Auch für Deutschland und die Schweiz bestimmt
Lockheed Martin erhofft sich von der Vereinbarung vor allem langfristige Planungssicherheit, stabile Lieferketten und sinkende Stückkosten. Dank der Skaleneffekte könne der Konzern in den kommenden zehn Jahren jährlich 156 F-35 produzieren. Die Kampfjets sind sowohl für die US-Streitkräfte als auch für die 19 ausländischen Kunden des Kampfflugzeugs der fünften Generation bestimmt. Zu diesen zählen auch Deutschland und die Schweiz.
Auch wirtschaftlich unterstreicht Lockheed Martin die Bedeutung des Großauftrags. Nach Angaben des in Arlington beheimateten Konzerns soll das F-35-Programm in den kommenden zehn Jahren 317.000 Arbeitsplätze in den USA sichern und eine jährliche Wirtschaftsleistung von rund 79 Milliarden Dollar generieren. Dem US-Steuerzahler biete der Megaauftrag «langfristige Preisgestaltung und branchenübliche Mengenrabatte über den gesamten Lebenszyklus der F-35 hinweg Milliarden von Dollar einsparen», sagt Lockheed Martin. Derzeit sind mehr als 1375 Lockheed Martin F-35 global im Einsatz seien.
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