Düsseldorfs Airport-Chef Thomas Schnalke und ein Jet von Pegasus Airlines: Es gibt gewaltig Ärger.

Düsseldorfer Flughafenchef droht«Versäumnisse von Pegasus Airlines werden Folgen haben»

Das Chaos bei Pegasus Airlines bringt Düsseldorfs Flughafenchef Thomas Schnalke in Rage. Er zweifelt die Handlungsfähigkeit der Airline an und droht ihr mit Rauswurf.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Nicht besetzte Schalter, Verspätungen, Flugabsagen, Tumulte. Bei Pegasus Airlines am Flughafen Düsseldorf kam es am Freitag (2. Juli) zu einer Ausnahmesituation, die sogar den Einsatz von 40 Polizisten erforderlich machte. Gegenüber aeroTELEGRAPH verwies die türkische Fluggesellschaft danach auf das beauftragte Abfertigungsunternehmen.

Der Dienstleister habe seit mehr als einem Monat von den Flügen gewusst, sagte eine Sprecherin von Pegasus Airlines. Doch am Freitag hätten sich gleich zwölf Mitarbeitende als arbeitsunfähig gemeldet und seien nicht zur Arbeit erschienen. «Darauf haben wir bedauerlicherweise keinen Einfluss nehmen können», so die Sprecherin.

14 Schalter und mehr als 1000 Quadratmeter

Ganz anders sieht das Düsseldorfs Flughafenchef Thomas Schnalke. Man bedauere, «dass die Fluggesellschaft Pegasus aus Gründen des Personalmangels am vergangenen Freitag und Samstag nicht in der Lage war, ihre ab Düsseldorf vorgesehenen Türkeiflüge planmäßig und vollumfänglich abzufertigen», so Schnalke am Montag (5. Juli). «Sie trägt auch die Verantwortung dafür, dass die Passagiere der betroffenen Flüge lange Wartezeiten hinzunehmen hatten und vor Ort unzureichend informiert wurden.»

Die Fluglinien seien für die operativen Handling-Prozesse verantwortlich, der Flughafen stelle die nötige Infrastruktur zur Verfügung, so der Airport-Chef. «Wir haben Pegasus am Freitag eine ganze Sektion von insgesamt 14 Schaltern mit über 1000 Quadratmetern Wartefläche bereitgestellt», sagt Schnalke. «Leider hatte die Airline nicht in ausreichendem Maße beziehungsweise zeitweise gar kein Personal, um diese Schalter zu besetzen.» Auch sei kein Vertreter von Pegasus Airlines vor Ort gewesen, um mit den Passagieren zu reden.

«Sonst gehört sie nicht an unseren Airport»

«Das ist nicht akzeptabel und eine Ausnahmesituation, die in meiner Zeit am Düsseldorfer Flughafen noch nie vorgekommen ist», kritisiert der Flughafenchef. Er droht: «Die Versäumnisse von Pegasus Airlines werden Folgen haben.» Aktuell vermittle man Gespräche mit Dienstleistern, um Pegasus zu unterstützen. «Ich mache mir große Sorgen um die operative Handlungsfähigkeit dieser Fluggesellschaft.»

Zum Schluss wird Schnalke noch deutlicher: «Eine Airline, die von und nach Düsseldorf fliegt, muss ihren operativen Verpflichtungen nachkommen», sagt er. «Sonst gehört sie nicht an unseren Airport.» Der Flughafen Düsseldorf prüfe aktuell den ihm entstandenen Schaden und behalte sich rechtliche Schritte gegen Pegasus Airlines vor.

Mehr zum Thema

Rang 8: Pegasus - 367 Flüge pro Tag.

Pegasus verlegt Flüge weg von Düsseldorf

Abflugshalle in Düsseldorf: Es kam zu Tumulten.

Chaos um Pegasus-Flüge in Düsseldorf - Polizei vor Ort

DUS-Chef Thomas Schnalke: Erwartet bis zu 75 Prozent weniger Passagiere 2020.

«Viele sind bereit, für Abstand und Hygiene zu bezahlen»

ticker-pegasus

Pegasus Airlines wird offizieller Airline-Partner von Chelsea FC

Video

alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack