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Venezuela stärkt Conviasa

Lange wurde um den Jet von Venezuelas Ex-Präsident Hugo Chavez spekuliert. Nun verkündete die Regierung den Verkauf des Airbus A319 - zugunsten von Conviasa.

Laurent ERRERA / Wikifolio / CC

Zu verkaufen: Der Airbus A319, den Venezuelas Präsident Chavez vor zwölf Jahren bestellt hatte.

Vor zwölf Jahren bestellte Venezuelas mittlerweile verstorbener Präsident Hugo Chavéz Chávez einen brandneuen Airbus 319 – inklusive luxuriöser Ausstattung. Der Listenpreis der Maschine lag bei 61 Millionen Euro, hinzu kamen Sonderwünsche für weitere 15 Millionen Euro. Nach seinem Tod gab es viele Gerüchte und Spekulationen um die Maschine. Vor ein paar Monaten kündigte der neue Präsident Nicolas Maduro an, den A319 Conviasa, der Nationalfluglinie des Landes, zu übergeben. Eingesetzt wurde die Maschine aber offenbar nie.

Nun soll der Airbus verkauft werden. Der Erlös komme Conviasa zugute, erklärte Verkehrsminister Hebert Garcia Plaza: «Mit der Spende des Präsidenten-Airbus sind wir in der Lage, mindestens zwei neue Flugzeuge für internationale Strecken zu kaufen.» Darunter könnte auch ein Airbus sein, um die «steigende Nachfrage» nach Flügen nach Italien zu decken.

Neue Strategie für Venezuelas Luftfahrt

Überhaupt will Maduro die Luftfahrtbranche des Landes generalüberholen. Mittelfristig würden alle Airlines des Landes modernisiert, angefangen bei Conviasa. Man werde mit den «besten Teams der Welt arbeiten, um eine neue Strategie zu entwickeln». So soll Conviasa neue Routen nach Lateinamerika, in die Karibik, USA und Europa anbieten können. Dafür werde man auch der Flughafen des Bundesstaates Apure, Las Flecheras, für 23 Millionen Bolivar (etwa 2,7 Millionen Euro) ausbauen, erklärte Verkehrsminister Plaza.

Zugleich griff Maduro die europäische Presse scharf an. Viele Fluglinien hätten ihre Verbindungen nach Brasilien zur Fußball-WM ausgebaut und dafür Routen nach Venezuela eingespart. Die «bourgeoise» Presse hätte einen «Wirtschaftskrieg» gegen Venezuela begonnen. Jede Airline, die Venezuela verlasse, dürfe auch nicht wiederkommen, erklärte Maduro weiter.



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