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Shutdown trifft Airbus und Boeing

Die USA laufen auf Sparflamme. Nur die nötigen Amtsstellen arbeiten noch. Boeing fürchtet Auswirkungen beim Dreamliner. Auch Airbus spürt die Folgen.

Boeing

Dreamliner von Boeing: Es könnte Verzögerungen geben.

Es hat etwas von Ausnahmezustand. Nicht einmal die Internetseite des Weißen Hauses funktioniert derzeit noch richtig. «Weil der Kongress seine Verantwortung nicht wahrnahm, das Haushaltsbudget zu genehmigen, sind weite Teile der Regierung lahmgelegt», ist dort einzig zu lesen. Nur noch die nötigsten Einrichtungen funktionieren in den USA, unter anderem Armee, Polizei oder Krankenhäuser. Alles andere bleibt geschlossen. Auch Bereiche der Luftfahrtaufsichtsbehörde Federal Aviation Administration sind betroffen. Der Luftverkehr in den Vereinigten Staaten verlaufe wie üblich, , teilte die FAA mit. Während des Shutdowns werde man aber keine Zertifizierungen vornehmen.

Boeing fürchtet nun um den Zeitplan für die Produktion des Dreamliners. Die Boeing 787, die in South Carolina gebaut werden, seien vom Shutdown direkt betroffen, teilte der Flugzeugbauer mit. Alle Jets benötigen vor der Auslieferung die endgültige Zertifizierung durch die FAA. Das muss nun warten. Flieger, die im Bundesstaat Washington gebaut werden, sind dagegen nicht betroffen. Die FAA hat die Aufgaben dort ausgelagert.

Auslieferung nicht möglich

Boeings besorgte Mitteilung kam, nachdem der europäische Konkurrent Airbus bereits am ersten Tag des Shutdowns Probleme bekam. Der Flugzeugbauer konnte ein Flugzeug an die amerikanische Fluggesellschaft Jetblue nicht ausliefern, weil eine offizielle Absegnung nicht möglich war. Die Maschine ist laut Informationen des Wall Street Journal immer noch nicht an ihrem Ziel angekommen. Jetblue musste eine offizielle Empfangszeremonie für den A320 aus diesem Grund abbrechen.



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