MC-12 der US Air Force, früher eine King Air. Hier bei der Landung in Baghdad.

Privatflieger in geheimer Mission

Das US-Militär braucht neue Flieger und muss gleichzeitig sparen. Daher greift die Air Force zu ungewöhnlichen Mitteln.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Plüschiges Interieur, versilberte Armaturen und die Initialen der Tochter am Heck - so ungefähr sah der Privatflieger eines texanischen Arztes einmal aus - bis ihm ein mysteriöser Käufer den Fünf-Millionen-Dollar-Flieger abkaufte. Um ihn auf eine wichtigere Mission zu schicken: In geheimem Auftrag ist die Beechcraft-King-Air inzwischen als Spionageflieger für das US-Militär unterwegs. In Afghanistan, im Irak, oder wo auch immer er unbemannte Drohnen unterstützen muss.

Selbstverständlich haben die Ingenieure des amerikanischen Militärs die Kabine und das Äußere der Maschine mittlerweile völlig umgebaut. Und der Privatflieger des Arztes ist nicht der einzige seiner Art, der zu Höherem berufen ist. Gemäß einem Bericht der New York Times brauchen die Vereinigten Staaten dringend neue Spionageflieger, um die unbemannten Dronen zu unterstützen. Und weil die Produktion mit der Nachfrage nicht mithalten kann und es auch billiger kommt, greifen sie auf den Gebrauchtfliegermarkt zurück.

Radar statt Flachbildfernseher

Acht gebrauchte King Airs hat die Air Force gekauft. Die schicke Einrichtung wurde herausgerissen, die Flieger wurden grau gestrichen und mit Spionage-Ausrüstung im Wert von mehreren Millionen Dollar ausgestattet. Kabelsalat statt Chromeverkleidung, Radar statt Flachbildfernseher, Tarnbemalung statt Firmenlogo. Und: Die Flieger heißen Nun MC-12. Die erste Maschine begann ihren Einsatz 2009 im Irak, die anderen folgten schon kurz danach und sind größtenteils bis heute im Einsatz.

Die New York Times zitiert Kommandeure des Militärs, dass die Propellerflieger eine Nische füllten: So haben sie gegenüber den unbemannten Drohnen einen Vorteil, was die Kommunikation betrifft. Die Piloten sind direkter mit den Truppen am Boden verbunden und können die Vorgänge sort direkter auswerten als das Personal, das in den USA sitzt.

Aber nicht nur gebrauchte Flieger hat die Air Force aus Kostengründen ins Auge gefasst. Offenbar bieten die kommerziellen King Airs eine große Ersparnis. 29 neue Versionen der Beechcraft-Maschinen hat die Air Force mit dem Spionage-Equipment ausgestattet, 36 weitere will das Militär kaufen.

Mehr zum Thema

Eine Boeing 747-8 von Lufthansa: Flug LH511 dauerte deutlich länger als sonst.

U.S. Air Force zahlt Lufthansa 400 Millionen Dollar für zwei Boeing 747-8

Das Selfie des U-2-Piloten: Ballon in Sicht.

Pilot schießt aus Lockheed U-2 Selfie mit Spionageballon

Boeing C-40 der US Air Force: Reist der ukrainische Präsident mit der Maschine mit dem kennzeichen 10-0041?

Reist Volodymyr Zelensky mit dieser Boeing 737 in die USA?

Amerikanische Soldaten der 3rd Infantry Division aus Georgia in den USA am 1. März 2022 am Flughafen Nürnberg, ...

Wo einst Condor-Gäste saßen, fliegen jetzt US-Soldaten

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies