MC-12 der US Air Force, früher eine King Air. Hier bei der Landung in Baghdad.

Privatflieger in geheimer Mission

Das US-Militär braucht neue Flieger und muss gleichzeitig sparen. Daher greift die Air Force zu ungewöhnlichen Mitteln.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz
Pilatus Logo

Junior Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz
Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Plüschiges Interieur, versilberte Armaturen und die Initialen der Tochter am Heck - so ungefähr sah der Privatflieger eines texanischen Arztes einmal aus - bis ihm ein mysteriöser Käufer den Fünf-Millionen-Dollar-Flieger abkaufte. Um ihn auf eine wichtigere Mission zu schicken: In geheimem Auftrag ist die Beechcraft-King-Air inzwischen als Spionageflieger für das US-Militär unterwegs. In Afghanistan, im Irak, oder wo auch immer er unbemannte Drohnen unterstützen muss.

Selbstverständlich haben die Ingenieure des amerikanischen Militärs die Kabine und das Äußere der Maschine mittlerweile völlig umgebaut. Und der Privatflieger des Arztes ist nicht der einzige seiner Art, der zu Höherem berufen ist. Gemäß einem Bericht der New York Times brauchen die Vereinigten Staaten dringend neue Spionageflieger, um die unbemannten Dronen zu unterstützen. Und weil die Produktion mit der Nachfrage nicht mithalten kann und es auch billiger kommt, greifen sie auf den Gebrauchtfliegermarkt zurück.

Radar statt Flachbildfernseher

Acht gebrauchte King Airs hat die Air Force gekauft. Die schicke Einrichtung wurde herausgerissen, die Flieger wurden grau gestrichen und mit Spionage-Ausrüstung im Wert von mehreren Millionen Dollar ausgestattet. Kabelsalat statt Chromeverkleidung, Radar statt Flachbildfernseher, Tarnbemalung statt Firmenlogo. Und: Die Flieger heißen Nun MC-12. Die erste Maschine begann ihren Einsatz 2009 im Irak, die anderen folgten schon kurz danach und sind größtenteils bis heute im Einsatz.

Die New York Times zitiert Kommandeure des Militärs, dass die Propellerflieger eine Nische füllten: So haben sie gegenüber den unbemannten Drohnen einen Vorteil, was die Kommunikation betrifft. Die Piloten sind direkter mit den Truppen am Boden verbunden und können die Vorgänge sort direkter auswerten als das Personal, das in den USA sitzt.

Aber nicht nur gebrauchte Flieger hat die Air Force aus Kostengründen ins Auge gefasst. Offenbar bieten die kommerziellen King Airs eine große Ersparnis. 29 neue Versionen der Beechcraft-Maschinen hat die Air Force mit dem Spionage-Equipment ausgestattet, 36 weitere will das Militär kaufen.

Mehr zum Thema

Beechcraft King Air mit der Kennung N479BR: Die beiden Insassen steigen unverletzt aus dem Flugzeug.

Erstmals führt ein Flugzeug selbstständig eine Notlandung durch - weil der Pilot handlungsunfähig war

ticker accident crash absturz

Vier Tote bei Absturz von Ambulanzflugzeug in Arizona

So sieht die Sonderedition der King Air 360 aus: Die Lackierung soll an die Anfänge des Flugzeugs erinnern.

Textron legt Jubiläumsedition der legendären King Air auf

Feuerwehrmannvor der Hawker 400.

Bergung des feststeckenden Businessjets gelang erst beim zweiten Versuch

Video

erste boeing 737 max tarom
Die rumänische Fluglinie steht kurz vor der Übernahme ihrer ersten Boeing 737 Max. Das Flugzeug von Tarom trägt schon seine Bemalung - und die zeigt neue Designelemente.
Timo Nowack
Timo Nowack
fiat panda mailand linate hawker
Ungewöhnlicher Unfall am Flughafen Mailand-Linate: Ein Fiat Panda ist dort ungebremst mit einem rollenden Privatjet kollidiert, wie ein Video einer Überwachungskamera zeigt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Flughafen Pereria: Massive Schäden am Terminal.
Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat im Westen Kolumbiens schwere Zerstörungen angerichtet und mindestens 110 Menschen das Leben gekostet. Auch der Luftverkehr ist betroffen: Sieben Flughäfen mussten ihren Betrieb einstellen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin