MC-12 der US Air Force, früher eine King Air. Hier bei der Landung in Baghdad.

Privatflieger in geheimer Mission

Das US-Militär braucht neue Flieger und muss gleichzeitig sparen. Daher greift die Air Force zu ungewöhnlichen Mitteln.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Plüschiges Interieur, versilberte Armaturen und die Initialen der Tochter am Heck - so ungefähr sah der Privatflieger eines texanischen Arztes einmal aus - bis ihm ein mysteriöser Käufer den Fünf-Millionen-Dollar-Flieger abkaufte. Um ihn auf eine wichtigere Mission zu schicken: In geheimem Auftrag ist die Beechcraft-King-Air inzwischen als Spionageflieger für das US-Militär unterwegs. In Afghanistan, im Irak, oder wo auch immer er unbemannte Drohnen unterstützen muss.

Selbstverständlich haben die Ingenieure des amerikanischen Militärs die Kabine und das Äußere der Maschine mittlerweile völlig umgebaut. Und der Privatflieger des Arztes ist nicht der einzige seiner Art, der zu Höherem berufen ist. Gemäß einem Bericht der New York Times brauchen die Vereinigten Staaten dringend neue Spionageflieger, um die unbemannten Dronen zu unterstützen. Und weil die Produktion mit der Nachfrage nicht mithalten kann und es auch billiger kommt, greifen sie auf den Gebrauchtfliegermarkt zurück.

Radar statt Flachbildfernseher

Acht gebrauchte King Airs hat die Air Force gekauft. Die schicke Einrichtung wurde herausgerissen, die Flieger wurden grau gestrichen und mit Spionage-Ausrüstung im Wert von mehreren Millionen Dollar ausgestattet. Kabelsalat statt Chromeverkleidung, Radar statt Flachbildfernseher, Tarnbemalung statt Firmenlogo. Und: Die Flieger heißen Nun MC-12. Die erste Maschine begann ihren Einsatz 2009 im Irak, die anderen folgten schon kurz danach und sind größtenteils bis heute im Einsatz.

Die New York Times zitiert Kommandeure des Militärs, dass die Propellerflieger eine Nische füllten: So haben sie gegenüber den unbemannten Drohnen einen Vorteil, was die Kommunikation betrifft. Die Piloten sind direkter mit den Truppen am Boden verbunden und können die Vorgänge sort direkter auswerten als das Personal, das in den USA sitzt.

Aber nicht nur gebrauchte Flieger hat die Air Force aus Kostengründen ins Auge gefasst. Offenbar bieten die kommerziellen King Airs eine große Ersparnis. 29 neue Versionen der Beechcraft-Maschinen hat die Air Force mit dem Spionage-Equipment ausgestattet, 36 weitere will das Militär kaufen.

Mehr zum Thema

Beechcraft King Air mit der Kennung N479BR: Die beiden Insassen steigen unverletzt aus dem Flugzeug.

Erstmals führt ein Flugzeug selbstständig eine Notlandung durch - weil der Pilot handlungsunfähig war

ticker accident crash absturz

Vier Tote bei Absturz von Ambulanzflugzeug in Arizona

So sieht die Sonderedition der King Air 360 aus: Die Lackierung soll an die Anfänge des Flugzeugs erinnern.

Textron legt Jubiläumsedition der legendären King Air auf

Feuerwehrmannvor der Hawker 400.

Bergung des feststeckenden Businessjets gelang erst beim zweiten Versuch

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier