A380 von Airbus: Bald mit Kameras ausgestattet?

Neuer Schutz vor Kollisionen

Immer wieder kommt es am Boden zu leichten Zusammenstößen. Die US-Sicherheitsbehörde will das mit Technik verhindern.

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Es seien zwar nicht die gefährlichsten Zwischenfällen. Doch die Kollisionen auf dem Roll- und Vorfeld würden durchaus Risiken bergen, erklärt die amerikanische Transportsicherheitsbehörde NTSB. immerhin beinhalteten die Tragflächen großer Jets Treibstoff. Komme es also zu Zusammenstößen, so bestehe durchaus Explosionsgefahr. Und zu solchen Zwischenfällen komme es eben immer wieder. Einer der Gründe: Bei großen Flugzeugen wie dem Airbus A380, der Boeing B747 oder der MD-11 können die Piloten vom Cockpit aus nicht bis an die Flügelspitzen sehen - außer sie öffnen das Fenster und lehnen sich hinaus. «Und das ist in den seltensten Fällen praktisch», so Deborah Hersman von der NTSB gemäß dem Fachportal Aviation Today.

Die Zeitung Chicago Tribune untersuchte verschiedene Zwischenfälle und ihre Auswertungen seit 2004. Der letzte Zwischenfall dieser Art ereignete sich im Mai, als ein Fracht-Jumbo der taiwanesischen Eva Airways eine kleinere Embraer 135 von American Eagle beschädigte. Inzwischen werden an vielen Flughäfen so genannte «Wing Walkers» eingesetzt, die darauf achten sollen, dass die Flügel der Jets sich nicht in die Quere kommen. Doch der Behörde ist das nicht genug.

Beim Straßenverkehr abgeschaut

In Zeiten, in denen die Flugbewegungen immer weiter zunehmen und immer größere Flieger eingesetzt werden, sei es nun nötig, sich ein Beispiel am Straßenverkehr zu nehmen, so die NTSB. Immerhin benutzen Autos schon länger spezielle Warnsysteme, die den Fahrer alarmieren, bevor er einem anderen Wagen oder einem Gegenstand zu nahe kommt. So etwas brauche es auch für Flugzeuge. Die NTSB empfiehlt daher der Luftfahrtbehörde FAA, diese Idee zu verfolgen und für die Airlines zur Pflichtausstattung zu erklären. Betroffene Flieger wären die Boeing B747, B757, B767 und B777. Auch der A380 von Airbus müsste mit dem Warnsystem ausgestattet werden, genauso wie die McDonnell Douglas MD-10 und MD-11. Kameras wären ein geeignetes Mittel, um Kollisionen zu verhindern. Sie könnten auf Bildschirmen im Cockpit zeigen, wenn es heikel wird.

Bei den Fluggesellschaften ist man nicht wirklich begeistert von der Idee. Man habe noch keine Ahnung, wie viel die Installation der Technik kosten würde. Und auch den Mehrwert zweifelt der Verband Airlines for America an. Immerhin gebe es mit den Wing Walkers bereits nützliche Hilfe. Und von Verletzungen aufgrund der kleineren Zwischenfälle habe man auch noch nichts gehört.

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