Flieger von United: Merkwürdige Route.

Unrentable Strecke aus GefälligkeitUniteds merkwürdige Präsidenten-Route

Uniteds Führung trat wegen Korruptionsvorwürfen zurück. Im Mittelpunkt steht eine 962 Kilometer lange Strecke, für die es kaum Bedarf gab. Wurde sie für einen wichtigen Behördenvertreter eingeführt?

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Man traf sich im Restaurant Novita an der 22. Straße in Manhattan. Auf einer Seite des Tisches saß Jeffery Smisek, Chef von United Airlines. Auf der anderen hatte David Samson Platz genommen, Aufsichtsrat der Port Authority of New York and New Jersey, die neben Flughäfen auch die wichtigsten Bereiche der Verkehrsinfrastruktur in der amerikanischen Millionenmetropole betreibt. Die Airline wollte gemäß der Nachrichtenagentur Bloomberg beim Treffen im September 2011 die Behörde dazu bringen,  die Zugverbindung zwischen Newark und dem Flughafen auszubauen.

Samson hatte einen anderen Wunsch. Während des Essens beklagte er sich gemäß Bloomberg, dass es keinen praktischen Flug ab Newark in die Nähe seines Wochenendhauses in South Carolina gebe. Kurze Zeit später bot United plötzlich eine Verbindung von Newark nach Columbia in South Carolina an. Es war ein ziemlich merkwürdiger Flug. Am Donnerstagabend startete eine 50-plätzige Maschine nach Columbia, am Montagmorgen flog sie die 960 Kilometer wieder zurück.

Flughafen Columbia war überrascht

Am Columbia Metropolitan Airport war man überrascht als die neue Strecke angekündigt wurde. «Der Flugplan war etwas ungewöhnlich», sagte Flughafendirektor Dan Mann der Lokalzeitung The Record. Üblicherweise würden solche Strecken täglich bedient. Zudem habe United ihn vorher nie kontaktiert. Meist arbeite der Flughafen zusammen mit der Airline einen Businessplan aus und bewerbe die Strecke dann auch. Das geschah im Fall von United nicht. Intern wurde die Strecke bei der Airline denn auch schon bald «Präsidenten-Route» genannt.

Das ist nicht das einzige, was auffiel. «Die Strecke lief nicht gut. Sie lief von Anfang an nicht gut», so Mann weiter. Die Auslastung habe unter 50 Prozent gelegen. Als Samson zurücktrat, vergingen drei Tage, bis auch die Strecke eingestellt wurde.  Die amerikanischen Strafermittler glauben nun, dass United sich mit der Strecke Vorteile erkaufen wollte. Sie ermitteln wegen Korruption. Die Folge ist bekannt: Die Führung von United trat diese Woche überraschend zurück.

Mehr zum Thema

Reisender bei United mit Kopfhörern: So soll es sein.

United Airlines droht Passagieren ohne Kopfhörer mit Flugverbot

ticker-united-airlines

United Airlines baut Bonusprogramm um – ohne Kreditkarte weniger Meilen

ticker-united-airlines

Patrone in Gepäckfach legt Flug von United Airlines in Newark lahm

Airbus A350 in Farben von United über New York: Wird wohl keine Realität.

United Airlines plant nicht mehr mit Airbus A350

Video

Raketenabwehr: Ist im Iran-Krieg zentral geworden.
Raketen, Drohnen und Apaches: Mit Jets, Hubschraubern und Flugabwehrsystemen verteidigen sich die Vereinigten Arabischen Emirate und sorgen so auch dafür, dass Flugzeuge von Emirates, Etihad, Flydubai oder Air Arabia wieder starten können.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
ilyushin il 114 300 kaelte
Das neue russische Turboprop-Flugzeug wird in den eisigen Bedingungen des Fernen Ostens dringend benötigt - auch von Polar Airlines. Doch dafür ist noch eine Anpassung an der Ilyushin Il-114-300 nötig.
Timo Nowack
Timo Nowack