Letzte Aktualisierung: um 22:19 Uhr
Partner von  

Boeing B737 setzte falsch auf

Der Unfall eines Flugzeugs von Southwest in New York forderte neun Verletzte. Nun weiß man: Die Maschine berührte zuerst mit dem Bugrad den Boden.

NTSB

Die Boeing B737: 10 Verletzte bei verpatzter Landung.

Für die 145 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder von Flug WN345 waren es lange 19 Sekunden. In dieser Zeit rutschte die Boeing B737-700 von Southwest 663 Meter über Landebahn 04 am New Yorker Flughafen La Guardia, bevor sie rechts neben der Piste stehen blieb. Beim Aufsetzen war das Bugrad der Maschine eingeknickt und in den Rumpf gedrückt worden. Neun Menschen hatten sich bei dem Zwischenfall vom vergangenen Dienstag (23. Juli) verletzt. Jetzt wird klar, dass die Landung bereits vor dem Absetzen schief ging. Das zeigt der neueste Bericht der amerikanischen Untersuchungsbehörde NTSB.

Aufgrund Videoaufzeichnungen und anderen Indizien gehe man davon aus, dass das Flugzeug zuerst mit dem vorderen Fahrwerk aufgesetzt habe, so das National Transportation Safety Board. Korrekterweise setzen Flieger mit den hinteren Rädern zuerst auf. Als das Bugrad den Boden berührte, war die B737 rund 246 Stundenkilometer schnell und rund drei Grad nach unten geneigt. Eigentlich hätte aber die Nase zwischen zwei und fünf Grad nach oben gerichtet sein sollen.

Kurz zuvor noch richtig unterwegs

Offenbar geschah die Falschpositionierung kurz vor dem Absetzen. Vier Sekunden bevor der Jet absetzte, war die Maschine noch zwei Grad nach oben gerichtet – und damit korrekt unterwegs, wie das NTSB schreibt. «Das Landungsszenario entspricht nicht unseren Vorschriften», kommentierte eine Sprecherin von Southwest. Nun wird nach den Ursachen für die plötzliche Änderung gesucht.



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.